Wertheim / Main-Tauber-Kreis: Sieben Bushaltestellen im Kreis barrierefrei ausgebaut

Um in Boxtal ein dichtes Heranfahren der Busses an den Kasseler Bord zu ermöglichen, mussten die Busbuchten rückgebaut und die Haltestellen an den Fahrbahnrand gelegt werden (von links): Markus Metz (Straßenbauamtsleiter), André Metzger (Ingenieurbüro Dreikant), Andreas Geier (Benninger Bau GmbH) und Gunter Eisert (Stadt Freudenberg).

„Die Maßnahmen werden im Rahmen des Förderprogramms ÖPNV nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) des Landes Baden-Württemberg finanziell unterstützt. Die darüber hinausgehenden Kosten tragen je zur Hälfte der Landkreis und die teilnehmenden Kommunen“, erklärt Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Der Kreistag hat am 18. Juli 2020 beschlossen, dass der Landkreis am Förderprogramm zum Ausbau von Haltestellen an Kreisstraßen teilnimmt. Nun folgt Zug um Zug die Umsetzung des Beschlusses.

Alle barrierefrei ausgebauten Haltestellen verfügen über einen speziellen Bordstein, den „Kasseler Bord“. Er hat den Vorteil, dass die Busse aufgrund seiner abgerundeten Form trotz der Bordstein-Höhe von mindestens 16 Zentimetern sehr dicht an den Bord heranfahren können. Damit wird der Ein- und Ausstieg weitgehend ohne Zwischenraum und ohne größere Stufe ermöglicht und so der Fahrgastwechsel erleichtert. Ebenso besteht nun an allen erneuerten Haltestellen eine große Fläche für die Fahrgäste, was besonders beim Ein- und Ausstieg mit Gehhilfen, Kinderwagen oder Rollstühlen wichtig ist. Das haltende Fahrzeug kann in den meisten Fällen geradlinig an die Haltestelle heranfahren und muss sich bei der Abfahrt nicht in den fahrenden Verkehr einfädeln. Dies erleichtert auch das Überqueren der Fahrbahn für die Ein- und Aussteiger.

In der Stadt Freudenberg bestanden im Ortsteil Boxtal zwei Busbuchten. Um ein dichtes Heranfahren der Busse zu ermöglichen, mussten die Busbuchten rückgebaut und die Haltestellen an den Fahrbahnrand gelegt werden. Im Ortsteil Ebenheid lagen die Haltestellen bereits am Fahrbahnrand. Hier wurde jeweils auf einer Länge von zwölf Metern Kasseler Bord eingebaut.

In Beckstein musste zur Herstellung der Barrierefreiheit die vorhandene Busbucht rückgebaut und die Haltestelle an den Fahrbahnrand gelegt werden (von links): Bernd Raupach (Stadt Lauda-Königshofen), Andreas Geier (Benninger Bau GmbH), Michael Suppinger (Straßen-bauamt), Markus Metz (Straßenbauamtsleiter) und André Metzger (Ingenieurbüro Dreikant).

Auch in Harthausen in der Gemeinde Igersheim waren jeweils bereits Haltestellen am Fahrbahnrand vorhanden. Hier wurde im Rahmen des barrierefreien Ausbaus auch die Fahrbahn eingeengt, um den Verkehr zu beruhigen. In Simmringen, ebenfalls in der Gemeinde Igersheim, musste an der Haltestelle am Fahrbahnrand die Fahrbahn geringfügig angepasst werden, um das Kasseler Bord einbauen zu können.

Zwei weitere Haltestellen wurden in der Stadt Lauda-Königshofen barrierefrei ausgebaut. In Marbach wurde an den Haltestellen am Fahrbahnrand jeweils auf einer Länge von zwölf Metern Kasseler Bord eingebaut. In Beckstein musste die vorhandene Busbucht rückgebaut und die Haltestelle an den Fahrbahnrand gelegt werden.

In Weikersheim-Bronn waren zwei Busbuchten und eine Haltestelle am Fahrbahnrand vorhanden. Die Busbuchten konnten erhalten bleiben. Bei allen drei Haltestellen wurde der Randbereich angehoben, und es wurden Kasseler Borde eingebaut.

Die nun vorgenommenen Baumaßnahmen mit einem Gesamtauftragsvolumen von rund 406.000 Euro hat der Kreistag am 14. Oktober 2020 an die Firma Anton Bokmeier GmbH (Harthausen, Simmringen und Bronn) sowie die Firma Benninger Bau GmbH (Boxtal, Ebenheid, Beckstein und Marbach) vergeben. Bereits im Sommer 2020 wurden die Bushaltestellen in Dietenhan und Kembach im Zuge der Fahrbahndeckenerneuerungen in den Ortsdurchfahrten von der Firma Trend Bau GmbH barrierefrei ausgebaut.

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Bildergalerie Abrissparty Tauberbrücke Wertheim + Video , 12.03.2016

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