Wertheim: Sicherheit steht am Wahlsonntag ganz oben – Abstand und Hygiene zum Schutz der Gesundheit

Die Wahlhelfer-Schulungen fanden in diesem Jahr online per Videokonferenz statt. Foto: Stadt Wertheim

Die Landtagswahl am 14. März findet unter Pandemiebedingungen statt. Für alle Wähler gilt beim Gang zur Urne das 1 x 1 des Infektionsschutzes: Abstand halten, Maske tragen, Hände desinfizieren. Sehr viel umfassender sind die Schutzmaßnahmen für die Wahlhelfer. Schließlich verbringen sie viele Stunden im Wahllokal, während die Stimmabgabe in wenigen Minuten erledigt ist. „Der Schutz der rund 270 Männer und Frauen, die ehrenamtlich Wahldienst leisten, war und ist uns bei allen Vorbereitungen besonders wichtig“, erklärt dazu Gemeindewahlleiter Helmut Wießner.

Das begann schon bei der Auswahl und Verpflichtung der Wahlhelfer. Einerseits wurden mehr gebraucht als bei früheren Wahlen, andererseits sollten Angehörige sogenannter Risikogruppen außen vorbleiben. „Mit 270 Wahlhelfern, davon 20 als Reserve, stehen uns am Sonntag glücklicherweise ausreichend viele Leute zur Verfügung“, freut sich Manuel Münkel, Leiter des Organisationsteams. Dies ist der starken Mitwirkung von über 150 Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe zu verdanken. Eine „Bank“ sind auch wieder die Mandatsträger aus Reihen des Gemeinderats und der Ortschafts- und Stadtteilgremien, 66 von ihnen leisten am Sonntag Wahldienst. Diese beiden Gruppen stellen damit 83 Prozent der Wahlhelfer. Hinzu kommen 45 Bürgerinnen und Bürger, die sich aus eigener Initiative als Wahlhelfer gemeldet haben.

Zur Gruppe der freiwilligen Wahlhelfer gehören auch Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez und seine Frau. Sie haben sich angeboten, damit „altgediente“ Wahlhelfer, die aus gesundheitlichen Gründen zur Risikogruppe gehören, dieses Mal pausieren können. Für den OB ist der Wahldienst am Sonntag eine Premiere, während seine Frau schon bei den Kommunalwahlen vorletztes Jahr mitgeholfen hat.

Auf der Liste der Ersatzwahlhelfer stehen 20 Namen. Sie springen ein, wenn es kurzfristig Ausfälle gibt. Damit müssen die Wahlorganisatoren immer rechnen. Dieses Mal umso mehr, weil die Stadtverwaltung allen Wahlhelferinnen und -helfern am Sonntag einen Corona-Schnelltest zum Selbermachen anbieten will. Seit Tagen bangt Manuel Münkel um die rechtzeitige Lieferung der Testkits. Gemeinsam mit Christoph Knörzer hat er den Test schon mal getestet, um den Zeitbedarf einschätzen zu können.

Die Wahlhelfer-Schulungen fanden dieses Jahr als Videokonferenz statt, aufgeteilt in drei Gruppen. Die Maßnahmen zum Infektionsschutz spielten auch hier eine große Rolle. So sind die Wahlteams jetzt auf die verschiedensten Aufgaben vorbereitet: Wer hat die Einhaltung der Abstandsregeln im Blick, wer die Einlass- und Handdesinfektionskontrolle? Wer kümmert sich um das regelmäßige Lüften, wer um die Desinfektion von Kontaktflächen? Wer nimmt die Kontaktdaten von Personen auf, die sich als „Wahlbeobachter“ im Wahllokal aufhalten? Und was ist zu tun, wenn ein Wähler ohne Mundschutz kommt?

Über die Regeln, die die Wähler beim Urnengang beachten müssen, informieren sicherheitshalber nochmals Aushänge in jedem Wahllokal. Und falls erforderlich, helfen die Wahlhelfer mit freundlichen Hinweisen nach.

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie Abrissparty Tauberbrücke Wertheim + Video , 12.03.2016