Wertheim: Wissensschätze aus Wertheims Vergangenheit – Findmittel zu Stadtarchivalien des 20. Jahrhunderts

„Denkt an die Natur! Schützt die Landschaft!“: Rückseite einer Broschüre zum Waldlehrpfad Wertheim aus dem Jahr 1970. Quelle: Archivverbund Main-Tauber

 

Die Eingemeindung der Ortschaften, die Anfänge der Städtepartnerschaft mit Salon-de-Provence, der Aufschwung der Wertheimer Wirtschaft: Im Findmittel zum Bestand „Städtische Akten III“, das nun auf der Homepage des Archivverbundes Main-Tauber verfügbar ist, finden Geschichtsforscher und Interessierte Wissensschätze aus Wertheims jüngerer Vergangenheit. Darüber informiert der Archivverbund Main-Tauber.

Der Kern der Überlieferung umfasst die Jahre 1953 bis 1984, vereinzelt beginnen Akten bereits im 19. Jahrhundert oder reichen bis ins 21. Jahrhundert. Zur Erforschung und Sichtung bereit liegen 2131 Akten, die hintereinander aufgereiht eine Länge von 27 Metern erreichen.

In die Laufzeit des Bestandes fallen unter anderem die Kreisreform mit den Eingemeindungen der heutigen Wertheimer Ortschaften und die Sanierung der Wertheimer Altstadt. Beides schlägt sich in den enthaltenen Akten nieder.

Mit dem Bestand lassen sich auch die Anfänge der Städtepartnerschaft mit Salon-de-Provence und der von Karl-Josef Scheuermann initiierte deutsch-jüdische Austausch nachvollziehen. Daneben können Interessierte größere Bauprojekte wie den Bau der Main-Tauber-Halle, das Bundesdemonstrativbauvorhaben „Wohnanlage am Wartberg“ und den Bau des Mainhafens erforschen.

Auch der Aufschwung der Wirtschaft, die Ansiedlung vieler Firmen in Wertheim und insbesondere der Zuzug glaserzeugender und -verarbeitender Firmen nach dem Zweiten Weltkrieg lassen sich anhand der Akten nachvollziehen. Beispielsweise gibt es Unterlagen über die Erschließung des Firmengeländes für die „Glaswerke Schuller GmbH“ und seine nachfolgenden Erweiterungen.

Das Findmittel ist auf der Webseite des Archivverbundes Main-Tauber verfügbar. Die Akten selbst werden in Bronnbach verwahrt und können im Lesesaal während der Öffnungszeiten eingesehen werden. Die Bestellung der Archivalien für den Lesesaal erfolgt über das Findmittel. Dort können auch Reproduktionen bestellt werden. Für Fragen steht Stadtarchivarin Anna Berger unter Telefon 09342 / 91592-16 oder per E-Mail an stawertheim@la-bw.de zur Verfügung.

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie Abrissparty Tauberbrücke Wertheim + Video , 12.03.2016