Wertheimer Modellprojekt auf der Didacta – Lernwerkstatt Bauhandwerk stellt sich vor

DoroLucia / Pixabay

Wertheimer Modellprojekt auf der Didacta

Lernwerkstatt Bauhandwerk stellt sich vor

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken und die Stadt Wertheim präsentieren am 17. Februar das gemeinsame Projekt Lernwerkstatt Bauhandwerk auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart. Im Rahmenprogramm des Bildungskongresses der Kommunalen Landesverbände können sich interessierte Schulen über die Lernwerkstatt informieren. Diese praktische Berufsorientierung ist im September 2016 an der Gemeinschaftsschule in Wertheim als Pilotprojekt in die Erprobungsphase gestartet.

In der Kongress- und Ausstellungshalle C 2 am Stand 2A06 beantworten Luise Lübke, die das Konzept der Lernwerkstatt entwickelt hat, und Kerstin Lüchtenborg, Leiterin der Abteilung Berufsbildung der Handwerkskammer, die Fragen der Schulvertreter. „Nach den ersten positiven Erfahrungen in Wertheim soll das Projekt nun an weiteren Schulen Fuß fassen“, erklärt sie den Einsatz bei Europas größter Bildungsmesse.

Im Rahmen der Lernwerkstatt Bauhandwerk bildet Architektur den Ausgangspunkt für eine Vielzahl handwerklicher Berufe. Das erlaubt den Schülerinnen und Schülern sowohl kreative als auch technische Arbeitsprozesse zu erkunden. Dabei arbeiten sie an drei unterschiedlichen Lernorten: dem Technikraum der Schule, den Werkstätten der gewerblichen Schule für Bautechnik und in den Betrieben, mit denen sie auch „echte“ Baustellen kennenlernen.

Das Wertheimer Projekt „Lernwerkstatt Bauhandwerk“ wird im Februar auf Europas größter Bildungsmesse, der Didacta in Stuttgart, präsentiert. Foto: Gemeinschaftsschule Wertheim
Das Wertheimer Projekt „Lernwerkstatt Bauhandwerk“ wird im Februar auf Europas größter Bildungsmesse, der Didacta in Stuttgart, präsentiert. Foto: Gemeinschaftsschule Wertheim

Das Projekt gliedert sich in vier Module. Im ersten Teil beschäftigen sich die Schüler mit der kulturellen Bedeutung des Bauens in der Geschichte des Menschen. Anschließend experimentieren sie mit verschiedenen Bauweisen und lernen Grundlagen wie Baupläne, Grundrisse, Bauformen oder Statik kennen. Dabei entstehen die ersten Probebauten im Format 1:1.

In Modul drei wird ein Bauauftrag ausgeschrieben, für den sich die Schüler bewerben – inklusive der entsprechenden Planung und Kalkulation ihres Bauvorhabens. Die beste Idee wird in der Praxiswoche, dem vierten Modul, von allen Schülern gemeinsam mit den Handwerksbetrieben umgesetzt. Die dabei entstandenen Bauten werden am Ende der Woche öffentlich präsentiert.

Stadtverwaltung Wertheim