Wertheimer Schlösschen zeigt Leihgaben aus Stadtmuseum Berlin

Wertheim-Hofgarten Schlösschen

Schlösschen zeigt Leihgaben aus Stadtmuseum Berlin

Neue Ausstellung „Liebermann bis Pechstein“

Liebermann bis Pechstein – Stadtansichten Berlins in der Malerei der Berliner Secession“ heißt die neue Sonderausstellung, die im Museum Schlösschen im Hofgarten vom 12. November bis 19. März zu sehen ist. Dem Museum ist es gelungen, eine beispielhafte Auswahl an Bildern zu diesem Thema aus dem Stadtmuseum Berlin als Leihgabe nach Wertheim zu holen. Gemälde aus der eigenen Sammlung des Schlösschens – die ehemalige Stiftung Wolfgang Schuller – ergänzen diese Auswahl.

Franz Skarbina, Am Schlesischen Tor, 1894, Stiftung Stadtmuseum Berlin; Reproduktion: Hans-Joachim Bartsch, Berlin
Franz Skarbina, Am Schlesischen Tor, 1894, Stiftung Stadtmuseum Berlin; Reproduktion: Hans-Joachim Bartsch, Berlin

In Berlin, das um 1900 zur größten deutschen Metropole wurde, hat sich die Kunst der klassischen Moderne wie in kaum einer anderen Stadt Deutschlands entwickelt. Die vom Französischen Impressionismus beeinflussten Mitglieder der Berliner Secession erlebten eine Stadt und die sie umgebene Landschaft im gewaltigen Umbruch und verarbeiteten die Entwicklung Berlins in ihren Bildern. Sie erlebten die malerische Schönheit der Großstadt, in der elektrisches Licht die Nacht erhellte, und hielten die baulichen Veränderungen und die Eroberung der Natur durch die Stadt fest. Ebenso entdeckten sie die märkische Landschaft in der Umgebung Berlins mit ihren spröden Reizen als Motiv.

Der Besucher der neuen Sonderausstellung im „Schlösschen im Hofgarten“ kann dies alles miterleben und nachvollziehen. Neunzehn Künstler sind mit ihren Werken vertreten: Beckmann, von Brockhusen, Hagemeister, Heckendorf, Herrmann, Hoeniger, von Kardorff, Kuhfuss, Leistikow, Liebermann, Meidner, Oppenheimer, Pechstein, Röhricht, Rösler, Segal, Skarbina, Ury und Zille. Die stilistische Entwicklung vom späten Naturalismus über den Impressionismus bis hin zum beginnenden Expressionismus lässt sich so nachverfolgen.

Lesser Ury, Berliner Straße mit Taxen, um 1920, Stiftung Schlösschen im Hofgarten; Foto: W. Berberich
Lesser Ury, Berliner Straße mit Taxen, um 1920, Stiftung Schlösschen im Hofgarten; Foto: W. Berberich

Die Ausstellung beginnt am 12. November und dauert bis 19. März. Parallel dazu zeigt das Grafschaftsmuseum eine Ausstellung über die Künstlerfreunde um Karl Weysser (1833-1904), die den malerischen Realismus im 19. Jahrhundert vertreten. Beide Ausstellungen geben einen umfassenden Überblick über die deutsche Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Das Museum „Schlösschen im Hofgarten“ hat im Winterhalbjahr Freitag und Samstag von 14 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Angemeldete Führungen können auch außerhalb dieser Öffnungszeiten stattfinden. Weitere Infos im Internet unter www.schloesschen-wertheim.de.

Stadtverwaltung Wertheim