Wirtschaftsförderung : Engere Zusammenarbeit der Landkreise Würzburg und Main-Tauber

Wirtschaftsförderung will länderübergreifend kooperieren

Die Mitarbeiter aus dem Bereich Wirtschaftsförderung der Landkreise Würzburg und Main-Tauber haben sich getroffen und eine noch engere, landkreisübergreifende Zusammenarbeit vereinbart. Diese Zusammenarbeit soll es sowohl bei der Bewerbung des Wirtschaftsraumes Würzburg und Main-Tauber als auch bei der Facharbeitskräfteansprache, beispielsweise im Rahmen der Kampagne „Karriere daheim“, geben. Wie das Landratsamt Main-Tauber-Kreis mitteilt, sollen konkrete Projekte in den nächsten Monaten besprochen werden.

Der Main-Tauber-Kreis und der Landkreis Würzburg sind prosperierende Wirtschaftsräume. Der Landkreis Würzburg gehört zum Wirtschaftsraum Mainfranken, der Main-Tauber-Kreis zur Region Heilbronn-Franken. Hierbei sehen diese beiden regionalen Organisationseinheiten nur in Einzelfällen Kontakte und Projekte über die Länder- und Landkreisgrenzen hinweg vor. Dies war Anlass für die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises, den Kontakt zur Wirtschaftsförderung des Landkreises Würzburg zu suchen. „Wir müssen auch zwischen unseren Räumen über die Länder- und Landkreisgrenze hinweg zusammenarbeiten“, sagt Dezernent Jochen Müssig. Er soll gemeinsam mit den Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung den Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis bekannter machen und vor allem auch das Thema Arbeitskräftegewinnung für Wirtschaft und Handwerk aufgreifen. Hierzu hat die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises unter anderem die Initiativen „Karriere daheim“ und „Zukunft Main-Tauber“ entwickelt.

Mit dem Thema „Karriere daheim“ wird das Ziel verfolgt, junge Menschen unmittelbar vor ihrer Berufs- oder Studienwahl über die Wirtschaftsstrukturen des Main-Tauber-Kreises zu informieren. „Leider ist es bei jungen Menschen nach wie vor noch nicht umfassend präsent, welche tollen Unternehmen, Betriebe oder Dienstleister in unserem Raum ansässig sind“, sagt Jochen Müssig weiter. Deshalb sollen junge Menschen auf diese Perspektiven hingewiesen werden. Dies soll nun auch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Würzburg praktiziert werden. Auch dort gibt es Städte und Gemeinden, die gegen die Auswirkungen der demografischen Entwicklung ankämpfen müssen. Der für die Wirtschaftsförderung zuständige Stabsleiter, Bernhard Wallrapp, erklärte, dass auch innerhalb des Landkreises Würzburg – trotz der starken Regionalhauptstadt – flankierende Maßnahmen für die Unternehmen ergriffen werden müssen. So wurde vereinbart, Informationsforen wie beispielsweise Berufsinformationstage künftig in einem länderübergreifenden Dialog zu unterstützen.

Angesprochen wurden auch Überlegungen, Regionaltage im Kleinen abzuwickeln. Die bisher im Main-Tauber-Kreis bekannten Regionaltage berücksichtigen ausschließlich die Region Heilbronn-Franken. „Unser Ziel ist aber, auch über die Landesgrenze hinweg in einen Dialog einzutreten. Auch dort gibt es junge Menschen, die über die Wirtschaftsstrukturen sowohl im Landkreis Würzburg als auch im Main-Tauber-Kreis informiert werden müssen. Wissenstransfer und die Kenntnis vorhandener Wirtschaftsstrukturen sind heute das A und O, um noch ausreichend Nachwuchskräfte für die Aufgaben in unseren Betrieben zu gewinnen“, bekräftigt Jochen Müssig. Ebenso soll der Dialog zwischen den Bildungseinrichtungen und auch zwischen den Kammern initiiert werden. Anschließend sollen die kleinen Regionaltage verwirklicht werden.

Zudem wurde vereinbart, den allgemeinen Informationsfluss zwischen dem Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Würzburg zu verbessern. So fließen gegenwärtig nur einzelne Informationen aus Würzburg in den Main-Tauber-Kreis und vom Main-Tauber-Kreis in den Landkreis und in die Stadt Würzburg. Hier sicherten sich die beiden Wirtschaftsförderer, Michael Dröse (Landratsamt Würzburg) und Rico Neubert (Main-Tauber-Kreis) zu, ein Informationsnetz aufzubauen.

Die Dialoge zwischen den beiden Wirtschaftsfördereinheiten sollen künftig regelmäßig fortgesetzt werden. So sollen selbstverständlich auch der Kontakt zu den Rathäusern gesucht und so von der Basis her weitere Projekte entwickelt werden. Ein mögliches Projekt wäre auch die Verwirklichung des Zieles, nach 2020, mit Ablauf der gegenwärtigen „Leader“-Förderperiode, eine länder- und landkreisübergreifende Förderkulisse zu bilden.

Informationen zur Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises, zum Wirtschaftsstandort, zur „Zukunft Main-Tauber“ und zur „Karriere daheim“ gibt es kostenfrei beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis – Wirtschaftsförderung, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5809, Fax 09341/828-5809, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de oder im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/Wirtschaft-Tourismus.

Stadtverwaltung Wertheim