Ziegen für Kleidung unter Schreien das Fell ausgerissen –PETA protestiert vor Reser


München / Stuttgart, 19. November 2019 – Ziegen für Kaschmir gequält und ausgebeutet: Obwohl die von PETA Asien aufgedeckten, systematischen Misshandlungen in China und der Mongolei dem Modekonzern LPP bekannt sind, verkauft sein Label Reserved weiterhin Kaschmir. Dagegen protestiert PETA am Mittwoch um 12 Uhr vor der Filiale des Unternehmens in München. Ein Unterstützer der Tierrechtsorganisation zwängt einen anderen mit einer Ziegenmaske verkleideten Tierfreund zwischen seine Knie und bearbeitet diesen sinnbildlich mit einem „blutigen“ Kamm – dabei sind die bei der Recherche aufgenommenen, verzweifelten Ziegenschreie laut zu hören. Die Aktion veranschaulicht, wie Arbeiter Kaschmirziegen gewaltsam die Unterwolle auskämmen. Sobald ihre Fellqualität nachlässt, werden ihnen im Schlachthof meist ohne Betäubung die Kehlen durchgeschnitten. PETA appelliert an Reserved, Kaschmir aus dem Sortiment zu nehmen.
 
„In den Betrieben werden Kaschmirziegen gewaltsam zu Boden gedrückt, damit Arbeiter den völlig verängstigten Tieren mit Metallkämmen ihre schützende Unterwolle vom Körper reißen oder schneiden können“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Es gibt kein tierfreundliches Kaschmir, ganz gleich, woher es stammt. Deshalb fordern wir alle Menschen dazu auf, keine Kaschmirprodukte zu kaufen, und appellieren mit Nachdruck an Reserved, das Tierqualprodukt aus seinen Kollektionen zu verbannen.“

Namhafte Modelabels gehen mit gutem Beispiel voran
PETA weist darauf hin, dass der gewaltvolle Umgang mit den Ziegen keine Ausnahme, sondern die Regel ist. Der Handel hält zahlreiche tierfreundliche Materialien bereit, darunter Tencel, Hanf, Modal, Viskose, Bio-Baumwolle, Acryl und Soja-Seide. Einige bekannte Modemarken zeigen bereits Verantwortung und haben das Tierqualprodukt nach Gesprächen mit PETA Deutschland und ihren internationalen Partnerorganisationen aus künftigen Kollektionen verbannt – darunter Tom Tailor, H&M, Asos und Ulla Popken. Um dem Appell an Reserved Nachdruck zu verleihen, führt PETA bundesweit Aktionen vor Filialen durch und hat zudem eine Petition an den LPP-Vorstandsvorsitzenden Marek Piechocki und Martin Kanngiesser – den Geschäftsführer der LPP Deutschland GmbH – gestartet.
 
Ziegen für Kaschmir grob misshandelt
Die von PETA Asien veröffentlichten Aufnahmen einer Ermittlung auf Kaschmirfarmen und in Schlachthöfen in China und der Mongolei zeigen, wie rücksichtslos Ziegen für Kaschmir ausgebeutet werden – diese beiden Länder sind zusammen für 90 Prozent der weltweiten Kaschmirproduktion verantwortlich. In dem Enthüllungsvideo ist zu sehen, wie Arbeiter die angsterfüllten Ziegen zu Boden drücken. Die Tiere schreien vor Schmerzen, wenn ihre Beine grob verbogen werden und ihnen die Wolle mit scharfen Metallkämmen ausgerissen wird. Ziegen, die geschoren werden, sind anschließend oftmals mit blutigen Schnittwunden übersät. Sobald die Fellqualität nachlässt, schneiden Arbeiter ihnen die Kehle durch – oftmals ohne Betäubung.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Details zur Aktion:

Datum: Mittwoch, 20. November 2019
Uhrzeit: 12:00 – 14:00 Uhr
Ort: Kaufingerstr. 15 (vorm Eingang zum Reserved-Store), 80331 München
Kontakt vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 

Um ihnen die Unterwolle auskämmen zu können, drücken Arbeiter Kaschmirziegen meist zu Boden und fesseln ihre Gliedmaßen. / © PETA Asia
 
Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen: 
PETA.de/Kaschmir-China-Mongolei
PETA.de/Liste-Unternehmen-ohne-Kaschmir
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]



Quelle : PETA.de
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