Zoll beschlagnahmt 20 Kilogramm Elfenbein – Frachtsendung mit Gebetsketten deklariert

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Als Frachtsendung mit Gebetsketten deklariert

Am 19. November 2020 kontrollierten Zöllner am Flughafen Leipzig eine Luftfrachtsendung aus dem Kongo. Als Empfänger war eine Adresse im Libanon angegeben. In den Frachtpapieren waren Gebetsketten mit einem Warenwert von 3.200 US-Dollar deklariert.

Typische Maserung von Elfenbein
Typische Maserung von Elfenbein Foto: Zoll.de

Die Zöllner haben das Paket geröntgt und aufgrund diffuser Bilder geöffnet. In der Sendung befanden sich 210 Ketten mit einem Gesamtgewicht von 20 Kilogramm. Beim genaueren Betrachten der Ketten war die für Elfenbein typische Maserung erkennbar. Die auf der Grundlage zahlreicher internationaler Vorschriften erforderlichen Dokumente fehlten, woraufhin die Sendung beschlagnahmt wurde.

„Da es sich um Elfenbein handelt, liegt es auf der Hand, dass der angegebene Wert von 3.200 US-Dollar die auf dem Schwarzmarkt vorherrschenden Preise nicht annähernd widerspiegelt. Durch die Gier nach Elfenbein werden dort für ein Kilogramm bis zu mehrenden Tausend Dollar gezahlt. Die Wilderei und das Aussterben dieser großartigen Tiere werden damit richtig befeuert“, so die Pressesprecherin des Hauptzollamts Dresden, Heike Wilsdorf.

Einzelne Ketten
Einzelne Ketten Foto: Zoll.de

Mit seinen Kontrollen leistet der Zoll einen entscheidenden Beitrag, die Artenvielfalt zu erhalten und die Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren.

Die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Dresden stellten 2019 in 144 Fällen insgesamt 960 artengeschützte Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Produkte sicher. Damit hat sich die Zahl der Feststellungen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Quelle : Zoll.de

 

 

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