Zoll – Freiheitsstrafe für osteuropäische Zigarettenschmuggler

 

Nürnberg, 13. Juni 2017

Über 45.000 Euro Tabaksteuer hinterzogen

Zigarettenversteck unter Styroporplatten und Autoteilen

Zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe wurden zwei Osteuropäer wegen gewerbsmäßigen Zigarettenschmuggels vom Amtsgericht Nürnberg verurteilt. In einem Kleintransporter hatten sie über 280.000 Zigaretten versteckt. Dies entdeckte die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Nürnberg, als sie das Fahrzeug während einer Routinekontrolle auf der Autobahn 6 Richtung Heilbronn am 21. Oktober vergangenen Jahres aus dem fließenden Verkehr zog.

Die beiden Insassen gaben vor, keine Zigaretten mitzuführen, was sich bei oberflächlicher Inspektion auch zunächst so darstellte. Die erfahrenen Zöllner ließen sich von der Scheinladung aber nicht täuschen: Unter den geladenen Autoteilen fanden sie unter Styroporplatten insgesamt 283.680 Zigaretten ohne deutsche Tabaksteuerzeichen.

Die Zigaretten und das Schmuggelfahrzeug wurden sichergestellt und gegen die Beschuldigten ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet. Die beiden 38- und 40-jährigen Männer kamen in Untersuchungshaft.
Durch die Tat wurde über 45.000 Euro Tabaksteuer hinterzogen, die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt München – Dienstsitz Nürnberg.

Das Amtsgericht Nürnberg verurteilte die beiden Männer Ende März 2017 jeweils zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Da sich beide geständig zeigten und nicht vorbestraft waren, wurde die Vollstreckung der Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Quelle : Zoll.de