Zoll News : Organisierte Formen der Schwarzarbeit aufgedeckt

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Fünf Haftbefehle vollstreckt

Ermittler der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Erfurt vollstreckten am 9. September 2020 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt mehr als 70 Durchsuchungsbeschlüsse und fünf Haftbefehle. Der Schwerpunkt des Einsatzes lag dabei im Rhein-Main-Gebiet.

Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Tätergruppierungen, die unabhängig voneinander im Baugewerbe und in der Gebäudereinigungsbranche tätig sind. Bei diesem Einsatz gelang es den Beamten, ein illegales Netzwerk von sogenannten Servicefirmen, die Rechnungen ohne zugrundeliegende Leistung verkaufen, zu zerschlagen und die mutmaßlichen Haupttäter festzunehmen.

Die bisherigen Ermittlungen richten sich gegen 37 Verdächtige. Acht von ihnen stehen im Verdacht, durch den Verkauf von sogenannten Abdeckrechnungen, Beihilfe zum Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt, zum gewerbsmäßigen Betrug zulasten der Urlaubskasse der Bauwirtschaft und zur Steuerhinterziehung geleistet sowie selbst Steuern hinterzogen zu haben. Der hierdurch entstandene Schaden für Fiskus und Sozialkassen beläuft sich nach bisherigen Ermittlungen auf rund fünf Millionen Euro.

Die Rechnungsempfänger stehen im Verdacht, bandenmäßig Arbeitsentgelt vorenthalten und veruntreut zu haben und gewerbsmäßig die Urlaubskasse Bauwirtschaft betrogen und Steuern hinterzogen zu haben. Den beteiligten Firmen wird vorgeworfen, über Jahre hinweg die von ihnen eingesetzten Arbeitskräfte zumindest teilweise bar entlohnt zu haben, ohne die tatsächlich gezahlten Löhne den zuständigen Einzugsstellen gegenüber mitgeteilt zu haben.

Im Zuge der Maßnahmen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial wie elektronische Datenträger, Buchhaltungsunterlagen und Mobiltelefone sowie Waffen und Bargeld sicher.

An den Durchsuchungs- und Ermittlungsmaßnahmen waren rund 800 Einsatzkräfte mehrerer Hauptzollämter, von Spezialeinheiten des Zolls, der Bundespolizei sowie der Landespolizei beteiligt.

Bei einer Verurteilung drohen den mutmaßlichen Haupttätern Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilte, können zum Schutz der laufenden Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben zum Sachverhalt bekannt gegeben werden.

 

Quelle : Zoll.de

 

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