Zoll News : Zoll online – Pressemitteilungen – Sozialbetrug in der Gebäudereinigung: auch Beihilfe wird geahndet


Geschäftsführer einer Gebäudereinigungsfirma zu Geldstrafe verurteilt

Einen Strafbefehl über 150 Tagessätze erhielt der Geschäftsführer einer Gebäudereinigungsfirma aus der Oberpfalz vom Amtsgericht Nürnberg wegen Beihilfe zum Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt.

Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Nürnberg hatten ergeben, dass der 35-Jährige wissentlich sogenannte Scheinrechnungen über fast 90.000 Euro für eine Nürnberger Reinigungsfirma ausgestellt hatte.

Scheinrechnungen, die natürlich nicht bezahlt wurden und den Nürnberger Firmeninhaber dadurch in die Lage versetzten, mit den Geldern statt dessen Schwarzarbeiter zu bezahlen.

Diese Beihilfe zur Schwarzarbeit wurde nun mit 150 Tagessätzen zu 63 Euro geahndet, was eine Gesamtstrafe von knapp 10.000 Euro bedeutet. Der Strafbefehl ist rechtskräftig.

Scheinrechnungen, auch Abdeckrechnungen genannt, werden von Servicefirmen wie eine Ware am Markt gehandelt und in den Wirtschaftskreislauf eingebracht.

Wesentliches Ziel ist es, fingierte Fremdleistungen als Ausgaben in die Buchhaltung aktiver Firmen einzubuchen und dadurch Schwarzgeld für kriminelle Zwecke zu generieren. Dieses wird im Wesentlichen für Schwarzlohnzahlungen an Arbeitnehmer, verdeckte Gewinnentnahmen und Korruption, zum Beispiel Schmiergelder für Auftraggeber, genutzt.



Quelle : Zoll.de

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