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München, 15. Februar 2018

Biathletin Laura Dahlmeier belegte im Einzelrennen der Damen den dritten Platz und sicherte sich damit in ihrem dritten olympischen Wettkampf die dritte Medaille in Südkorea.

Laura Dahlmeier

„Ich bin wirklich überglücklich, dass es zur Medaille gereicht hat“, zog Doppelolympiasiegerin Laura Dahlmeier Fazit nach dem heutigen Einzelwettkampf der Damen über 15 Kilometer. „Ich wusste, dass alles über den Schießstand geht. Dann hatte ich gleich den Fehler beim ersten Liegendanschlag, das hat es nicht gerade einfacher gemacht. Aber ich habe versucht, voll zu kämpfen und auf der Strecke alles zu geben.“

Der von der Zöllnerin angesprochene Schießfehler gleich zu Beginn des Rennens hat es dieser im weiteren Rennverlauf in der Tat „nicht einfacher gemacht“, da dieser im Einzel mit einer Strafminute anstelle der sonst üblichen Strafrunde sanktioniert wird. Obwohl es auch insgesamt nur bei dieser einen Strafminute blieb, da Laura Dahlmeier die verbliebenen 15 Schuss gewohnt sicher ins Ziel setze, betrug ihr Rückstand im Ziel trotz einer erneut starken Laufleistung knapp über 40 Sekunden auf die Siegerin aus Schweden. Vollkommen zu Recht überwog allerdings die Freude der fünffachen Weltmeisterin über das dritte olympische Edelmetall im dritten Rennen. Einziger kleiner Wehmutstropfen aus deutscher Sicht war hierbei, dass die Bronzemedaillengewinnerin ihre Teamkollegin Franziska Preuß auf dem dritten Platz ablöste, den diese bis zu diesem Zeitpunkt noch inne hatte.

„Ich bin schon zufrieden mit dem vierten Platz, auch wenn es natürlich irgendwie schade ist, wenn man so nah dran ist“, meinte Franziska Preuß dennoch sichtlich glücklich im Fernsehinterview mit ihrer heutigen Leistung: „Ich habe mein Bestes gegeben, habe viermal null geschossen. Die anderen drei waren einfach schneller, ich hätte nicht mehr machen können. Von daher bin ich wirklich froh“. Nach langer Verletzungspause meldete sich die Zöllnerin damit eindrucksvoll in der absoluten Weltspitze des internationalen Biathlons zurück und geht nun hoch motiviert in die kommenden Rennen.

Dagegen schon mehr enttäuscht über ihren vierten Platz im Riesenslalom war Viktoria Rebensburg. „Neben dem Treppchen zu stehen, tut schon weh“, so die Zollbeamtin, die nach ihren Weltcuperfolgen dieser Saison als eine der Top-Favoritinnen ins Rennen ihrer Spezialdisziplin gegangen war. Ein größerer Fehler im ersten Durchgang kostete allerdings die erhoffte Medaille. „Das ist echt bitter. Wir haben es am Start noch besprochen. Da unten sind mehrere Wellen, und ich habe gedacht, das ist die davor“, erklärte Viktoria Rebensburg ihr Missgeschick und freute sich zumindest über ihre starke Fahrt im Finale: „Ich bin im zweiten Lauf gut Ski gefahren und hab einige Plätze gutgemacht. Es kommen ja noch zwei Rennen, und da werde ich wieder voll angreifen.“

Thomas Dreßen

Auch Thomas Dreßen war ein wenig gemischter Gefühle mit seinem fünften Rang in der Abfahrt der Herren: „Der Platz ist nicht schlecht, aber wenn du bei Olympia Fünfter wirst, gibt es eben keine Medaille“. Fokussiert auf eine Fahrt entlang der Ideallinie war der Gewinner der diesjährigen Streif eigenen Aussagen zufolge zu wenig am Limit unterwegs. „Das sah zwar locker aus“, so der Zöllner, „aber meistens ist locker nicht gut. Aber die Form ist da, das hat man gesehen, und so bin ich letztlich doch zufrieden und glücklich.“



Quelle : Zoll.de

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