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München, 10. Februar 2018

Laura Dahlmeier und Andreas Wellinger haben am ersten Wettkampftag der Olympischen Spiele in Pyoengchang die ersten beiden Goldmedaillen für das deutsche Team gewonnen.

Laura Dahlmeier

Besser kann ein Auftakt Olympischer Spiele eigentlich nicht laufen! Bereits am ersten Wettkampftag haben zwei Mitglieder des Zoll Ski Teams jeweils Gold für Deutschland gewonnen und damit auch für Platz eins im Medaillenspiegel gesorgt. Kein Wunder also, dass Laura Dahlmeier und Andreas Wellinger nach ihren Siegen noch in den frühen Morgenstunden unter lautem Jubel im Deutschen Haus empfangen wurden und dort gemeinsam ihre olympischen Erfolge feierten.

Ein paar Stunden zuvor hatte Laura Dahlmeier den goldenen Anfang gestartet und sich im Sprint über 7,5 Kilometer ihre erste Olympia-Medaille gesichert. „Es ist einfach unglaublich. Das ist wirklich ein Kindheitstraum, der für mich heute in Erfüllung gegangen ist. Ich habe so lange von diesem Tag geträumt. Das macht mich unheimlich dankbar und auch stolz“, freute sich die Zöllnerin nach dem Auftaktrennen der Biathletinnen.

Mit Fug und Recht kann die fünffache Weltmeisterin stolz auf ihren ersten olympischen Titel sein, denn als einzige der Topfavoritinnen schätzte sie die extrem schwierigen Windbedingungen richtig ein und blieb bei allen zehn Schüssen fehlerfrei. Nachdem sie bereits während des ersten Stopps am Schießstand ihr Diopter zweimal korrigierte hatte, „verdiente“ sich Laura Dahlmeier insbesondere beim zweiten Schießen ihre Goldmedaille: Vor dem vierten Schuss ließ sie sich extrem viel Zeit, um ruhigere Windbedingungen abzuwarten, setzte dann souverän die Treffer neun und zehn und hatte im Ziel mehr als 24 Sekunden Vorsprung vor ihren Konkurrentinnen.

„Die Erwartungen von außen waren mindestens so hoch wie meine eigenen. Trotzdem musste ich versuchen, locker zu bleiben. Das ist so ein Schlüssel zum Erfolg bei mir“, erklärte die frischgebackene Olympia-Siegerin später im Interview im Deutschen Haus, wobei sie ihren Blick immer wieder auf die dortigen TV-Geräte richtete, auf denen die entscheidende Wettkampfphase der Skispringer live übertragen wurde. Als Teamkollege Andreas Wellinger es ihr nachmachte und ebenfalls die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ, klatsche sie begeistert in die Hände und jubelte: „Das ist der Hammer. Am ersten Tag zwei Goldmedaillen für das deutsche Team, das schreit nach einer Party!“

Auch das Springen der Herren von der Normalschanze im Alpensia Skisprung Center war geprägt von den schwierigen Windverhältnissen. Bereits der erste Durchgang musste immer wieder unterbrochen werden und verlangte den Athleten sehr viel Geduld und Nervenstärke ab. Mit einer Weite von 104,5 Metern lag Andreas Wellinger im Zwischenklassement auf Platz fünf und mit lediglich 1,0 Punkte Rückstand lauerte er in Reichweite zu den Medaillenplätzen auf seine Chance. Im Finale, das sich wegen der weiteren häufigen Windpausen bis weit nach Mitternacht Ortszeit hinzog, zeigte der Zöllner eine unglaubliche Nervenstärke, flog mit 113,5 Metern einen neuen Schanzenrekord und beendete seinen Sprung mit einer Landung im perfekten Telemark. Das bedeutete zu diesem Zeitpunkt die klare Führung für Andi Wellinger und, nachdem die Besten des ersten Durchgangs diese Weite nicht annähernd erreichen konnten, am Ende auch für ihn das erste olympische Gold.

Unmittelbar nach dem Wettkampf kauerte der neue Olympiasieger zusammengehockt am Boden und konnte nicht begreifen, was da gerade geschehen war. „Dass es am Ende so ausgeht, ist nicht in Worte zu fassen. Ich war am Heulen, die Jungs haben gesagt, du kannst Gold gewinnen, und ich habe gesagt, jetzt lasst die anderen erst mal springen“, brachte der sichtlich noch immer emotional ergriffene Goldmedaillengewinner als erstes wieder hervor: „Jetzt ist es so … einfach nur geil!“

Wenig später wurde der Zollbeamte gegen 01:30 Uhr morgens noch im Deutschen Haus empfangen und erklärte: „Das werde ich wohl erst in einigen Tagen verstehen. Das kriege ich im Moment absolut noch nicht in den Kopf.“ Gemeinsam mit Laura Dahlmeier stand Andi Wellinger auf der Bühne und zusammen waren sich die beiden Mitglieder des Zoll Ski Teams einig: „Das werden die Spiele des Team D!“



Quelle : Zoll.de

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