Zoll online – Aktuelles – Andreas Wellinger wird Tournee-Zweiter


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München, 7. Januar 2018

Nach einem eher misslungenen Start steigerte sich Skispringer Andreas Wellinger von Wettkampf zu Wettkampf und belegte am Ende den hervorragenden zweiten Gesamtrang bei der Vierschanzentournee.

Skisprung

Andreas Wellinger

„Dass ich die Tournee mit zwei dritten Plätzen beende ist grandios, nachdem es für uns teilweise echt bescheiden gelaufen ist“, freute sich Andi Wellinger bei der abschließenden Pressekonferenz der diesjährigen Vierschanzentournee.

Nach Rang zehn und elf in den ersten beiden Springen auf heimischem Boden in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen schien der Zöllner für eine vordere Platzierung schon so gut wie abgeschrieben. Doch dank seiner beachtenswerten Willenskraft kämpfte sich dieser mit guten Sprüngen zurück und stand sowohl in Innsbruck als auch zum Abschluss in Bischofshofen – wie sooft zuvor im Weltcup – am Podest.

Im allerletzten Durchgang dieser Tournee flog Andi Wellinger sogar die Traumweite von 139,5 Metern und ließ im Anschluss seinen Gefühlen im Pressezentrum freien Lauf: „Ratet mal, welcher geile Typ eben den zweiten Durchgang gewonnen hat.“

Seinen Erfolg widmete der Zollbeamte seinem Mannschaftskollegen Richard Freitag, der die Tournee nach einem Sturz beim Springen in Innsbruck verletzungsbedingt vorzeitig beenden musste. „Dieser zweite Platz ist auch für Ritschie. Ich bin mir sicher, dass er Kamil (Stoch) bis zum letzten Sprung ein Duell um den Tournee-Sieg geliefert hätte. Ich bin aber froh, dass ich so schnell in seine Rolle schlüpfen konnte“, so Andi Wellinger.

Den Gesamtsieg sicherte sich mit einem Stück Sportgeschichte Kamil Stoch. Dem Polen gelang es, als zweitem Springer überhaupt alle Wettbewerbe einer Vierschanzentournee für sich zu entscheiden.

Ski Alpin

Nach seiner Podestplatzierung am Neujahrstag zeigte sich Linus Strasser weiterhin in guter Form. Beim Slalom am traditionsreichen Chuenisbärgli im Schweizer Adelboden belegte er den zehnten Platz und erfüllte damit die halbe Qualifizierungsnorm für Olympia. „Natürlich freue ich mich über das Ergebnis, aber da ist noch so viel mehr drin“, gab sich der Zöllner nach dem Rennen jedoch auch selbstkritisch: „Es geht mir nicht darum, in die Top 15 zu fahren, sondern ganz vorne rein! Aber das ist die erste Saison mit Olympia, das kommt sicher dazu. Ich sehe das also als Lernprozess und nehme das auch so hin.“

Nach dem vorzeitigen Saison-Ende von Teamkollegen Felix Neureuther und der langen Verletzungspause von Fritz Dopfer ruhen die Hoffnungen der alpinen Herren in den technischen Disziplinen allein auf Linus Strasser. „Der Linus ist der einzige, der mal ganz vorne was reißen könnte. Aber eine Erwartungshaltung ist etwas anderes als das, was ich auf die Piste bringe“, so Wolfgang Maier, Sportdirektor Alpin im Deutschen Skiverband.

Biathlon

Beim Weltcup in Oberhof konnte die Staffel der Damen in der Besetzung Vanessa Hinz, Denise Hermann, Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt trotz zweier Strafrunden und insgesamt 13 Nachladern den zweiten Platz hinter ihren Konkurrentinnen aus Frankreich belegen. Wesentlichen Anteil am Erfolg des deutschen Quartetts hatte Franziska Preuß, die trotz widrigster Bedingungen insbesondere am Schießstand überzeugte. „Ich mag das manchmal ganz gern, von weiter hinten ins Rennen zu gehen. Da hat man wenig zu verlieren und kann es ganz gelöst angehen. Über die gute Schießleistung war ich selbst fast ein bisschen überrascht. Ich bin froh, dass sich das Extra-Training über Weihnachten gelohnt hat“, so die Zöllnerin, die als eine von ganz wenigen Starterinnen am heutigen Tag fehlerfrei blieb.

Laura Dahlmeier verzichtete im letzten Rennen in Oberhof auf einen Start. Die von einem Infekt, den sie sich über den Jahreswechsel eingefangen hatte, noch immer sichtlich geschwächte Weltmeisterin war bereits in der Verfolgung „leider zum Schluss die Puste ausgegangen“. Minutenlang war sie nach ihrem siebten Platz im Schnee liegen geblieben und musste sich von den Strapazen des Rennens erst erholen, ehe sie den Zielraum in Richtung Umkleide verlassen konnte.

Auch Simon Schempp trat nach dem Sprintrennen vorzeitig die Heimreise von Oberhof an. Den Zöllner plagen schon längere Zeit hartnäckige muskuläre Probleme im Rücken. Doch gibt er sich vorsichtig optimistisch, ab Mittwoch beim Heimweltcup in Ruhpolding wieder an den Start gehen zu können.



Quelle : Zoll.de

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