Zoll online – Aktuelles – Die Form vor Olympia stimmt


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München, 14. Januar 2018

In allen geförderten Disziplinen platzierten sich die Sportlerinnen und Sportler aus dem Zoll Ski Team am Weltcup-Wochenende mindestens in den Top Ten.

Alpin

Thomas Dreßen

Beim Abfahrtsklassiker am Lauberhorn in Wengen war Thomas Dreßen am gestrigen Samstag erneut bester Deutscher. Mit einem hervorragenden fünften Platz unterstrich er seine beständig gute Form in den schnellen Disziplinen. Besonders im oberen Streckenabschnitt war der Zöllner richtig schnell unterwegs, ehe es ihm bei der Landung am Zielsprung ein wenig den Ski verschlug und er so wichtige Hundertstelsekunden verlor. Man kann nur erahnen, was für Thomas Dreßen ohne dieses kleine Missgeschick noch alles drin gewesen wäre.

“Eigentlich war ich nicht wirklich zufrieden, weder mit dem ersten noch mit dem zweiten Lauf. Aber es war schön, mal wieder ins Ziel zu kommen, und es leuchtet grün”, kommentierte Linus Straßer sein heutiges Tageswerk beim Slalom am selben traditionsreichen Schweizer Skiort. Von Platz 19 im Zwischenklassement kämpfte er sich im zweiten Durchgang vor bis auf Rang neun und erfüllt damit die zweite Hälfte der Olympianorm.

Noch vor Weihnachten hatten Anna-Lena Forster, Anna Schaffelhuber und Andrea Rothfuss ihre Qualifikation für die Paralympischen Spiele mit Siegen beziehungsweise Podestplatzierungen in den ersten Weltcup-Rennen im Slalom und Riesentorlauf in Kühtai in der Tasche. Nach einem Verzicht der Teilnahme bei den Wettkämpfen in Zagreb und Kranjska Gora greifen die drei alpinen Damen des Zoll Ski Teams ab diesem Montag wieder im Schweizer Veysonnaz ins paralympische Weltcup-Geschehen ein.

Biathlon

Den ersten richtig großen Erfolg im Weltcup feierte Roman Rees bereits am vergangenen Mittwoch auf seiner Heimstrecke in Ruhpolding. Auf Platz vier war er nicht nur bester Deutscher, sondern auch er qualifizierte sich hiermit direkt für eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in wenigen Wochen. “Ich habe mir keinen großen Druck gemacht, eher das Gegenteil”, so der Zollbeamte im TV-Interview. Als einer von ganz wenigen blieb der mit der letzten Startnummer ins Rennen gegangene Zöllner bei allen 20 Schuss fehlerfrei, was ja bekannter Maßen aufgrund der Zeitstrafen im Einzelrennen besonders wichtig ist. Im heutigen Massenstart bestätigte Roman Rees seine gute Form und belegte mit nur einem Schießfehler den 13. Platz.

Bester Deutscher in diesem Rennen war Teamkollege Simon Schempp auf Rang sechs. “Es war mal wieder Zeit für ein gutes Ergebnis am Schießstand. Ich bin mit einem Fehler durchgekommen und damit sehr zufrieden”, so der amtierende Weltmeister dieser Disziplin, den noch immer Rückenprobleme plagen. “Aber ich kämpfe mich durch und hoffe, dass es weiter besser wird. Dann bin ich auf dem richtigen Weg Richtung Olympia.”

Ganz oben auf dem Treppchen freute sich am Samstag die Staffel der Damen über ihren Sieg vor heimischem Publikum. In der Besetzung Franziska Preuß, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier waren die deutschen Biathletinnen trotz neun Nachladern nicht zu schlagen und sicherten sich den Sieg vor dem Quartett aus Italien und Schweden.

In einem bis zum letzten Meter spannenden Abschlusswettkampf musste sich Laura Dahlmeier erst im Zielsprint der neuen Führenden im Gesamtweltcup, der Finnin Kaisa Mäkäräinen, um 0,8 Sekunden geschlagen geben. Dabei ging die bis vor Kurzem noch von einer Erkältung außer Gefecht gesetzte Zollbeamtin fast über ihre körperlichen Grenzen hinaus, doch am Ende fehlte ihr sichtbar die Kraft. Dennoch holte sie mit ihrem zweiten Rang die erste Podestplatzierung dieses Winters und war dementsprechend “mehr als zufrieden”, denn jetzt könne wieder Ruhe einkehren und sie mit Selbstvertrauen in die Zukunft blicken.

Skilanglauf

Elisabeth Schicho

Bei dem erstmals in Dresden ausgetragenen Sprint-Weltcup löste Elisabeth Schicho mit Platz acht im Einzelrennen in der freien Technik zumindest ein halbes Ticket zu Olympia. “Es war gigantisch schön, hier vor dieser Kulisse zu laufen”, so die am Stützpunkt in Oberhof trainierende Langläuferin. “Ich bin mit meiner Platzierung richtig zufrieden. Solche Events liegen mir, da kann ich meine Stärken ausspielen.” Auch im Team-Sprint am heutigen Sonntag schaffte Elisabeth Schicho gemeinsam mit Katharina Hennig den Sprung in die Top Ten und belegte den sechsten Platz.

Den ins Auge gefassten Sprung aufs Podest verpasste Teamkollegin Hanna Kolb, die im Einzel Zehnte geworden war, gemeinsam mit Sandra Ringwald denkbar knapp auf dem vierten Platz. Beim dritten Wechsel war der Stock der Zollbeamtin gebrochen, und obwohl ihre Partnerin ihr geistesgegenwärtig sofort einen ihrer Stöcke reichte, entstand eine Lücke. “Die musste ich erst mal wieder zulaufen, und das hat ziemlich viel Kraft gekostet”, so Hanna Kolb. “Ich versuche aber immer das Positive zu sehen, und es war ein guter Wettkampf!”

Nordische Kombination

Zu einem spannenden Zielsprint kam es beim Team-Wettbewerb der Kombinierer zwischen Routinier Johannes Rydzek und dem Neuzugang im Zoll Ski Team, Vinzenz Geiger. Dabei hatte der mehrfache Weltmeister, der sich am Vortag im Einzel noch auf den letzten Metern den zweiten Platz erkämpft hatte, am Ende überraschend das Nachsehen gegenüber seinem jüngeren Kollegen. “Er hat sich seine Kräfte richtig eingeteilt und kam geschickt aus dem Windschatten”, so der Sportler des Jahres. “Ich hatte zudem noch kürzere Stöcke, weil ich mir unterwegs einen abgerissen hatte. Das soll aber keine Entschuldigung sein, er hat das cool gemacht und verdient gewonnen.” Offenbar hoch motiviert von diesem Überraschungserfolg erfüllte Vinzenz Geiger mit dem achten Platz beim heutigen abschließenden Kombinations-Weltcup im italienischen Val di Fiemme auch noch die Olympia-Norm.

Skisprung

Während bei den Herren das heutige Skifliegen in Taublitz aufgrund des starken Winds abgesagt werden musste, sprang Katharina Althaus beim Weltcup in Sapporro zweimal auf das Podest und war damit nicht nur jeweils beste Deutsche, sondern stand somit bei allen bisherigen sechs Weltcup-Events in diesem Winter auf dem Podium.

Trotz dieser Erfolge war die Zollbeamtin nach dem gestrigen Wettkampf nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung: “Meine Sprünge waren zwar ziemlich gut, aber der erste war nicht gerade mein bester. Im zweiten Durchgang habe ich das wiedergutgemacht.”



Quelle : Zoll.de

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