Zoll online – Aktuelles – Nordische Kombinierer besonders erfolgreich


Jeweils einen Sieg im Einzel und gemeinsam den zweiten Platz im Team-Wettbewerb erzielten Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger am Weltcup-Wochenende im italienischen Val di Fiemme.

Nordische Kombination

Vinzenz Geiger

„Erster Sieg, besser geht es nicht. Heute war einfach ein perfekter Tag“, freute sich Vinzenz Geiger am heutigen Sonntag über seinen ersten Sieg bei einem Weltcup. „Am Schluss konnte ich noch einmal alles rauskitzeln. Am letzten Anstieg, da habe ich alles gegeben“, beschreibt der Zöllner freudestrahlend, wie er sich nach Platz vier im Springen beim abschließenden Langlauf auf den letzten Metern noch bis ganz nach vorn kämpfen konnte. Im Ziel hatte er sieben Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Johannes Rydzek, der den zweiten Platz belegte und somit den deutschen Doppelerfolg perfekt machte.

Bereits gestern hatten die beiden Mitglieder des Zoll Ski Teams gemeinsam auf dem Podest gestanden, als Zweitplatzierte bei dem erstmals ausgetragenen Team-Sprint der nordischen Kombinierer. Erst im Schlusssprint musste sich das deutsche Duo knapp dem Team Norwegen I geschlagen geben. „Es war eine fordernde Aufholjagd, aber es ist sich leider nicht ganz ausgegangen. Wir können trotzdem richtig happy sein“, erklärte Johannes Rydzek im Interview.

Erst tags zuvor hatte der mehrfache Weltmeister den ersten Saisonsieg der deutschen Kombinierer eingefahren. Mit 52 Sekunden Rückstand war er als Fünfter in die Loipe gegangen, holte dort schnell und kontinuierlich auf, setzte sich auf der letzten Runde taktisch klug an die Spitze und lief schließlich ungefährdet jubelnd als Erster über die Ziellinie.

Biathlon

Insbesondere Franziska Preuß konnte zum Abschluss des ersten Heimweltcups in Oberhof mit ihren Leistungen insgesamt zufrieden sein. Ließ es sich zu Beginn mit Platz 45 im Sprint zwar noch nicht so richtig gut an, so hatte die Zöllnerin bereits in der gestrigen Verfolgung wieder allen Grund zur Freude.

In einer geradezu furiosen Aufholjagd kämpfte sie sich im Jagdrennen auf den sechsten Rang vor und war damit beste Deutsche. „Wir waren alle enttäuscht und sauer auf uns selbst nach dem Sprint“, so Franziska Preuß im Fernsehinterview: „Ich bin heute aggressiv ins Rennen gegangen, und ich habe mir gedacht: Jetzt haue ich euch alle weg, ihr blöden Scheiben!“ Von den insgesamt 20 Scheiben sind dann auch in der Tat trotz der in Oberhof fast immer schwierigen Windbedingungen nur zwei stehen geblieben, und die in Ruhpolding trainierende Biathletin erzielte ihr bislang bestes Saison-Ergebnis.

Auch in der abschließenden Staffel überzeugte Franziska Preuß mit einer insgesamt guten Leistung. Nach Karolin Horchler und Franziska Hildebrand ging sie bei heftigem Schneetreiben und extrem schwierigen Bedingungen auf der Loipe als dritte Läuferin auf die Strecke. Am Schießstand benötigte sie zwar alle Nachlader, behielt aber die Nerven und vermied erfolgreich eine Strafrunde. Mit fast 17 Sekunden Rückstand auf das später siegreiche Quartett aus Russland nahm die Zöllnerin auf ihrem letzten Teilstück die Verfolgung auf und schaffte es, bis zum Wechsel aufzuschließen. Schlussläuferin Denise Herrmann sicherte dann den zweiten Platz der deutschen Biathletinnen und damit ein Ergebnis, das nach Franziska Preuß „Mut für die kommenden Rennen“ gebe.

Alpin, Langlauf und Skisprung

Für eine echte Überraschung beim traditionsreichen Slalom der Herren am Chuenisbärgli im Schweizer Adelboden sorgte Dominik Stehle. Mit der hohen Startnummer 37 fuhr der Zöllner dank zweier engagierter Läufe auf einen ausgezeichneten elften Rang und erfüllte damit die halbe WM-Norm.

Teamkollege Felix Neureuther landete nach einem „verschlafenen“ ersten sowie einem „schadensbegrenzenden“ zweiten Durchgang auf Platz 15 und war insbesondere froh darüber, das erste Rennen nach seiner Handverletzung ohne Schiene absolvieren zu können.

Laura Gimmler

Die Skilangläuferinnen Laura Gimmler und Elisabeth Schicho hatten beim Heim-Weltcup in Dresden ebenfalls allen Grund zur Freude. Beim heute abschließenden Team-Sprint über 6 x 1,6 Kilometer kämpfte sich das Zöllner-Duo bis in den Finallauf und belegte in diesem den hervorragenden siebten Platz.

Skispringerin Katharina Althaus verteidigte mit ihrem zweiten Platz beim heutigen Springen in Sapporo ihr Gelbes Trikot als Führende im Gesamtweltcup. Nach zuletzt drei aufeinander folgenden Siegen vor der Weihnachtspause verpasste sie gestern auf Rang vier zunächst eine weitere Podestplatzierung und freute sich daher heute umso mehr. „Ich bin sehr glücklich. Das fühlt sich wirklich gut an“, meinte die Olympiazweite.



Quelle : Zoll.de

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