Zoll online – Aktuelles – Top Ten in allen Disziplinen


Die Spitzensportlerinnen und -sportler des Zoll Ski Teams erzielten am vergangenen Wochenende Top-Ten-Platzierungen in (fast) allen geförderten Disziplinen.

Alpin

Josef Ferstl

„Es sind immer kleine Fehler dabei, wenn man schnell fahren will. Es hatte keiner eine perfekte Fahrt“, analysierte Josef Ferstl den Super-G der Herren bei der Alpinen Ski-WM in Åre, der bereits am vergangenen Donnerstag stattfand. Der Zöllner lag weniger als eine halbe Sekunde hinter der Siegerzeit und ist mit seinem sechsten Platz „eigentlich happy“. „Auch wenn bei einer WM immer nur die Medaillen zählen, ich kann zufrieden sein“, zog der Gewinner des diesjährigen Super-G-Rennens auf der Streif ein positives Resümee.

Nach ihren herausragenden Leistungen bei den World Para Alpine Championships setzte Anna Schaffelhuber die Weltcup-Rennen im Schweizer Veysonnaz aus und gönnte sich eine notwendige Ruhepause. Ihre Kollegin Anna-Lena Forster sicherte sich derweil einen Sieg und zwei zweite Plätze im Super-G sowie zwei dritte Plätze im Riesenslalom in der sitzenden Klasse. Andrea Rothfuß, die stehend startet, blieb sich und ihren bisherigen Ergebnissen farblich ganz offensichtlich treu und belegte in fünf Rennen fünfmal Rang zwei.

Biathlon

Vanessa Hinz

„Ich bin ins Ziel und hab gedacht: Oh Gott, ist überhaupt noch alles dran?“ Besser als wie mit diesen Worten von Vanessa Hinz im Fernsehinterview nach dem Sieg der deutschen Damen-Staffel beim Weltcup im kanadischen Canmore kann man die dort seit Tagen herrschende klirrende Kälte nicht beschreiben. Zeitweise fiel das Thermometer unterhalb von minus 40 Grad Celsius, woraufhin die Rennen verschoben, verkürzt beziehungsweise sogar komplett entfallen mussten.

Trotz der extremen Bedingungen feierte das deutsche Quartett im vierten Team-Wettkampf der Saison seinen ersten Sieg. Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Denise Herrmann und Laura Dahlmeier leisteten sich zwar eine Strafrunde und insgesamt zwölf Nachlader, doch auch die anderen Nationen patzten ob der eisigen Kälte. „Das war an der Grenze“, meinte Startläuferin Vanessa Hinz und bekam Zustimmung von Kollegin Laura Dahlmeier: „Es war äußerst grenzwertig. Die Temperaturen wären nicht so schlimm gewesen, aber der Wind.“

Im verkürzten Einzel-Wettkampf gelang Vanessa Hinz bereits am Donnerstag ein guter sechster Platz und auch Laura Dahlmeier schaffte mit zwei Fehlern auf Rang neun noch den Sprung in die Top Ten. Die deutschen Herren mit Roman Rees, Erik Lesser, Philipp Nawrath und Johannes Kühn verpassten in ihrem Rennen über 4 x 7,5 Kilometer auf Rang vier knapp die erhoffte Podestplatzierung.

Langlauf

Bei den Teamsprints im Rahmen des Langlauf-Weltcups im finnischen Lahti schafften sowohl die deutschen Damen als auch die Herren den Sprung ins jeweilige Finale und somit Platzierungen unter den Top Ten.

Trotz einer Schrecksekunde mit einer gelben Karte für einen verpatzten Wechsel, bei dem es keinen Körperkontakt der beiden deutschen Läufer Janosch Brugger und Sebastian Eisenlauer gab, sondern sich nur deren Stöcke berührten, qualifizierten sich diese dank einer bravourösen Leistung im Halbfinale direkt für den Endlauf. Dort jedoch schien den beiden noch jungen Athleten gegen Ende die Kraft auszugehen und so wurde es schließlich ein immer noch äußerst beachtenswerter siebter Rang.

Laura Gimmler

Bei den Damen ging Laura Gimmler gemeinsam mit Sandra Ringwald an den Start und auch sie schafften den Einzug ins Finale. Aber wie ihren Kollegen zuvor fehlten auch ihnen ein paar Körner und sie beendeten den Wettkampf auf Platz acht. „Wir haben eine ziemlich harte und umfangreiche Trainingseinheit in Toblach hinter uns und ich spüre schon, dass mir dieses Wochenende nun in den Knochen steckt. Deshalb denke ich auch, dass noch mehr drin ist und muss mich jetzt ausruhen, dass ich das dann auch zeigen kann“, analysierte Laura Gimmler ihren Auftritt.

Skisprung

Die deutschen Skispringerinnen haben souverän die WM-Generalprobe beim Teamevent in Ljubno gewonnen. Carina Vogt, Anna Rupprecht, Juliane Seyfarth und Katharina Althaus führten bereits nach dem ersten Durchgang deutlich vor ihren Konkurrentinnen. Mit 89,5 Metern sicherte Katharina Althaus als Schlussspringerin im Finale den souveränen Sieg, womit die deutschen Damen bei dem in wenigen Tagen erstmals bei einer Weltmeisterschaft ausgetragenen Teamspringen uneingeschränkt als Top-Favoritinnen gelten.

Karl Geiger

Die Herren verdankten ihren zweiten Platz beim Teamevent in Lahti ganz eindeutig Karl Geiger, der mit Sprüngen über 129,5 beziehungsweise 130,5 Metern jeweils die beste Weite des deutschen Quartetts erzielte. „Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich zwei solche Sprünge hinlege. Das ist genial und es tut einfach gut, wenn man weiß: Okay, es geht noch“, kommentierte der Zöllner seine herausragende Tagesleistung und freute sich mit seinen Kollegen Andreas Wellinger, Stephan Leyhe sowie Richard Freitag am Podest über die ebenfalls gelungene WM-Generalprobe.

Nordische Kombination

Einzig die Nordischen Kombinierer des Zoll Ski Teams konnten am Wochenende beim Weltcup in Lahti nicht mit einer Top-Ten-Platzierung aufwarten. Das lag allerdings allein daran, dass diese auf eine Teilnahme verzichteten und sich stattdessen daheim in Oberstdorf unter Anleitung des Bundestrainers gezielt auf die alsbald beginnende Nordische Ski-WM vorbereiteten.



Quelle : Zoll.de

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