Zoll online – Aktuelles – Weitere WM-Erfolge für Springer und Kombinierer


Auch in der zweiten Woche der Nordischen Ski-WM in Seefeld erzielten die teilnehmenden Sportlerinnen und -sportler aus dem Zoll Ski Team hervorragende Ergebnisse und sicherten sich weitere Medaillen.

Skisprung

Katharina Althaus

Bereits am vergangenen Dienstag fand erstmals bei einer Nordischen Ski-WM ein Teamspringen der Damen statt. Diese einmalige Chance auf den Gewinn einer geradezu geschichtsträchtigen Medaille wollte sich das deutsche Team, bestehend aus Juliane Seyfarth, Ramona Straub, Carina Vogt und Katharina Althaus, ganz offensichtlich nicht entgehen lassen, und so präsentierten sich die vier Damen hoch motiviert in dem bis zuletzt spannenden Wettkampf. Bereits nach dem ersten Durchgang führte das deutsche Quartett vor Norwegen und Österreich und es war klar, dass die Medaillen unter diesen drei Nationen ausgefochten werden. Als allerletzte Springerin des zweiten Durchgangs sicherte Katharina Althaus dann mit einem konzentrierten Flug über 99,5 Meter die erhoffte Goldmedaille und die deutschen Skispringerinnen feierten ausgelassen ihren historischen Triumph.

„Silber ist auch viel wert“, meinte Katharina Althaus dann tags darauf, nachdem sie im Einzelspringen eine weitere Goldmedaille denkbar knapp verpasst hatte. Am Ende fehlten der Zöllnerin nur 0,5 Punkte oder 25 Zentimeter auf ihre Dauerkonkurrentin Maren Lundby aus Norwegen. „Ich freu mich trotzdem einfach riesig, dass ich das so gut runter gebracht habe. Es war so cool zu springen hier“, so die neue Vizeweltmeisterin.

Getreu dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ brachte Auftaktspringerin Katharina Althaus am gestrigen Samstag das deutsche Mixed-Team mit einem Satz über 107,5 Meter und einem sauberen Telemark gleich mal ordentlich in Führung. Nach Markus Eisenbichler und Juliane Seyfarth rundete Teamkollege Karl Geiger mit 103,5 Metern den starken Auftritt der DSV-Adler in Durchgang eins ab. „Mir ist ein guter Sprung gelungen. Das wird noch ein harter Fight. Ich hab versucht, das Einzel von gestern abzuhaken, und das ist mir wohl ganz gut gelungen“, meinte der Zöllner im Hinblick auf das Einzelspringen der Herren vom Vortag. In diesem lag er zur Halbzeit noch aussichtsreich auf Platz zwei, rutschte aber im Finale bei nahezu irregulären Bedingungen infolge des einsetzenden Schneefalls aus den Medaillenrängen und nach hinten bis auf Rang 18.

Am Ende des zweiten Durchgangs hätten Karl Geiger dann als Schlussspringer der deutschen Mannschaft 98 Meter zum Titel gereicht, doch dieser zeigte mit einem hervorragenden Sprung über 107 Meter nochmals sein ganzes Können und jubelte im Auslauf über Gold für das deutsche Mixed-Team, das diesen Wettbewerb zum dritten Male in Folge bei einer WM gewinnen konnte. „Der Karl ist so cool. Ich wusste, dass er das schafft. Ich bin dankbar, in so einem tollen Team zu springen“, zog Teamkollegin Katharina Althaus freudestrahlend Bilanz.

Nordische Kombination

Vinzenz Geiger

Den erhofften Hattrick beim Teamwettbewerb der Nordischen Kombinierer verpassten Johannes Rydzek, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger in einem dramatischen Wettkampf um die Winzigkeit von einer Sekunde und musste den WM-Titel dem Team aus Norwegen überlassen.

Platz vier und 41 Sekunden Rückstand hatte das DSV-Quartett nach einem erneut unglücklichen Springen auf die zu diesem Zeitpunkt noch führenden Österreicher. Johannes Rydzek sollte daher als Startläufer seine gewohnte Stärke in der Loipe nutzen, um gleich zu Beginn möglichst viel Zeit nach vorne aufzuholen. Doch es kam ganz anders! „Von der letzten halben Runde weiß ich eigentlich nichts mehr. Mir wurde plötzlich schwarz vor Augen“, erklärte der Zöllner im TV-Interview den Umstand, dass er am letzten Anstieg nicht wie erwartet das Tempo verschärfen konnte, sondern stattdessen abreißen lassen musste. Vollkommen „blau“ kämpfte er sich jedoch noch bis zum Wechsel. Nachdem er wieder einigermaßen zu Kräften gekommen war, konnte er miterleben, wie Fabian Rießle und Eric Frenzel doch noch auf Österreich und Norwegen aufschließen konnten.

Die Entscheidung fiel nach einer äußerst taktisch geprägten letzten Runde erst im Zielsprint. Schlussläufer Vinzenz Geiger konnte mit einem starken Antritt auf den letzten Metern seinen österreichischen Konkurrenten noch deutlich hinter sich lassen. Um auch an dem im Gesamtweltcup führenden Norweger Jarl Magnus Riiber vorbeizukommen, reichten die Kräfte des noch jungen deutschen Kombinierers allerdings nicht ganz. Nach einem geradezu dramatischen Wettkampf mit einem mehrfachen Auf und Ab der Gefühle freute sich das deutsche Quartett am Ende dann doch gemeinsam über die gewonnene Silbermedaille.



Quelle : Zoll.de

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