Zoll online – Pressemitteilungen – 1.503 gefälschte Luft


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Frankfurt am Main, 11. August 2017

Zoll zieht zwei Frachtsendungen aus China am Frankfurter Flughafen aus dem Verkehr

Im Juli 2017 kontrollierten Zollbedienstete des Hauptzollamts Frankfurt am Main zwei Frachtsendungen aus China, welche für einen Empfänger in Ungarn bestimmt waren.

Laut der Warenbeschreibungen auf den beiden Luftfrachtbriefen sollte es sich um „Airfilter“ beziehungsweise „Oilfilter“ handeln. Sie öffneten die Pakete und stellten insgesamt 500 Luftfilter und 1.003 Ölfilter für Kraftfahrzeuge fest. Alle Produkte waren mit der Markenbezeichnung eines namhaften Herstellers versehen.

Aufgrund der Aufmachung und der Qualität bestand der Verdacht, dass es sich dabei um Fälschungen handeln könnte. Der Originalhersteller bestätigte den Verdacht der Zollbeamten.

„Der Zoll handelt zum Schutz der Wirtschaft und zur Sicherheit der Verbraucher. Die Verwendung dieser Filter könnte unter anderem einen Motorschaden zur Folge haben. Eine Haftung durch den Originalhersteller wäre zum Beispiel dann in diesem Fall auch nicht gegeben“, so Isabell Gillmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main.

Für die Waren steht die Vernichtung an.

Zusatzinformation

Im Jahr 2016 wurden beim Hauptzollamt Frankfurt am Main 7.020 Grenzbeschlagnahmeverfahren eröffnet. Die 337.111 Plagiate hatten einen Warenwert von 41.853.516 Euro.

53,6 Prozent aller Fälschungen wurden in China und Hongkong hergestellt. Weitere Herkunftsländer waren Mazedonien, Singapur, USA, Indien und die Türkei. Es handelte sich überwiegend um gefälschte Schuhe, Kleidung sowie Accessoires, Körperpflegeprodukte, Mobiltelefone, Arzneimittel, elektronisches Spielzeug und Computerzubehör.



Quelle : Zoll.de