Zoll online – Pressemitteilungen – 400 Gramm MDMA in Fußmassagegerät festgestellt


Paketkontrollen am Flughafen Frankfurt am Main

Drogenpäckchen vor Fußmassagegerät
Drogenpäckchen vor Fußmassagegerät

Mitte August 2018 kontrollierten Zollbedienstete des Hauptzollamts Frankfurt am Main verschiedene Post- und Paketsendungen. Ein Paket sollte laut Warenbeschreibung ein Fußmassagegerät enthalten. Es wurde daraufhin geöffnet, und zum Vorschein kam ein elektronisches Massagegerät.

Bei der sich anschließenden Kontrolle mittels Röntgentechnik stellten die kontrollierenden Beamten Unregelmäßigkeiten im Innern des Gerätes fest. Die weitere Überprüfung ergab, dass sich im Innern des Massagegeräts vier mit Alufolie und Blaupapier ummantelte Päckchen befanden. In den Päckchen selbst war jeweils ein Kunststoffbeutel mit einer weißen kristallinen Substanz. Der Rauschgiftschnelltest reagierte positiv auf Amphetamin. Ein außerdem durchgeführtes physikalisches Analyseverfahren mit einem speziellen Gerät erbrachte folgendes Ergebnis: MDMA. MDMA ist die Abkürzung für 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin. Dies ist weltweit als Partydroge bekannt und stellt einen Grundstoff zur Herstellung von Ecstasy dar.

„In dem Massagegerät waren insgesamt circa 400 Gramm MDMA versteckt. Die weltweit bekannte Partydroge kann zu zahlreichen Nebenwirkungen führen. So kann sich zum Beispiel der Puls stark erhöhen und die Körpertemperatur auf über 40 Grad Celsius steigen. Dies kann zu Organversagen und somit zum Tod führen. Außerdem sind massive Angstzustände, Depressionen sowie psychotische Störungen möglich“, so Isabell Gillmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main.

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main stellte im Jahr 2017 bei 13.889 Aufgriffen am Flughafen rund 7.045 Kilogramm Rauschgift sicher. Im Einzelnen waren dies folgende Mengen, in kg (gerundet): 5.815 kg Kath, 94 kg Kokain, 4 kg Heroin, 307 kg Haschisch und Marihuana, 825 kg sonstige Rauschgifte (zum Beispiel Amphetamin und Ecstasy).
57 Drogenkuriere wurden vorläufig festgenommen. Darunter waren 14 Personen, die als sogenannte „Schlucker“ identifiziert wurden. Das heißt, sie hatten das Rauschgift im Körper transportiert.



Quelle : Zoll.de

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