Zoll online – Pressemitteilungen – 60 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak


Zoll am Frankfurter Flughafen deckt gewerblichen Schmuggel im Reiseverkehr auf


Beutel mit Wasserpfeifentabak

Am 16. Juni 2019 stellte der Zoll am Frankfurter Flughafen 60 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak aus Dubai sicher.

Bei der Kontrolle des Gepäcks von Reisenden eines Fluges aus Bahrain befragte ein Zollbeamter eine 48-jährige Britin im grünen Ausgang für anmeldefreie Waren nach dem Inhalt ihrer beiden Koffer.

„Die Frau gab an, Wasserpfeifentabak in großer Menge dabeizuhaben, den sie für einen Freund gegen Bezahlung für eine Shisha-Bar in London mitbringen solle“, so Christine Straß, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main. „Die Koffer beinhalteten insgesamt 60 Tüten der Marke ‚Al Fahker‘, getarnt als ‚Arabian Tea‘. Drahtzieher des Schmuggels war ein in London ansässiger Betreiber einer Shisha-Bar“, so Straß weiter.

Gegen beide Beteiligten wird wegen versuchter Steuerhinterziehung ermittelt. Der Tabak hatte einen Warenwert von circa 630 Euro und wurde beschlagnahmt. Der so verhinderte Steuerschaden beträgt 2.407,61 Euro.

Im Jahr 2018 gab es beim Hauptzollamt Frankfurt am Main eine Häufung von Tabakschmuggel im Reiseverkehr, meistens mit gewerblichem Hintergrund. Insgesamt wurden 50 Fälle aufgedeckt mit insgesamt circa 1,3 Millionen Zigaretten sowie 584 Kilogramm Tabak. Der verhinderte Gesamtsteuerschaden betrug 357.288 Euro.

Unversteuerter Tabak unterscheidet sich nicht von anderen Schmuggelgütern. Auch Wasserpfeifentabak unterliegt in Deutschland der Tabaksteuer. Der Mindeststeuersatz beträgt 22 Euro pro Kilogramm, je nach Sorte und Kleinverkaufspreis. Als Nachweis der Versteuerung müssen auf den Tabakwaren deutsche Steuerzeichen angebracht sein. Ansonsten ist die Einfuhr illegal.



Quelle : Zoll.de

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