Zoll online – Pressemitteilungen – Aktion im Münsterland gegen Schwarzarbeit in der Gastronomie


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Münster, 14. Juni 2018

Hauptzollamt prüft Gaststätten, Hotels und Campingplätze

Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Münster prüften vom 8. bis 10. Juni 2018 münsterlandweit Gaststätten und Hotelbetriebe. Mit rund 50 Einsatzkräften kontrollierten die Zöllner 60 Betriebe und 250 Arbeitnehmer. Unterstützung erhielten die Zollbeamten dabei auch von insgesamt fünf Beschäftigten der Landesfinanzverwaltung Nordrhein-Westfalen sowie der Deutschen Rentenversicherung.

Die Aktion war Teil einer bundesweiten sogenannten Schwerpunktprüfung. Die Beamten befragten hierzu die an der Arbeitsstelle angetroffenen Personen nach ihren Beschäftigungsverhältnissen und prüften auch Geschäftsunterlagen der jeweiligen Betriebe. Sie gingen dabei insbesondere Anhaltspunkten auf Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung nach und prüften ebenso die Einhaltung der geltenden Mindestlohnbestimmungen.

Im Verlauf der Kontrollen ergaben sich dabei in insgesamt 45 Fällen Unregelmäßigkeiten, sodass weitere Prüfungen durch den Zoll und die Zusammenarbeitsbehörden notwendig sind. Hierbei besteht in sechs Fällen der Verdacht, dass der entsprechende Mindestlohn nicht gezahlt wurde und in weiteren 27 Fällen existieren Anhaltspunkte dafür, dass Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt wurden. Darüber hinaus steht in drei Fällen der Verdacht der illegalen Ausländerbeschäftigung sowie in acht Fällen der des Leistungsmissbrauchs im Raum. Weiterhin leiteten die Beamten in einem Fall ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, da Stundenaufzeichnungen nicht geführt wurden.

Einen weiteren örtlichen Schwerpunkt setzten die Zöllnerinnen und Zöllner darüber hinaus im gesamten Monat Mai ebenfalls im Beherbergungsgewerbe mit der Überprüfung von Campingplätzen im Bezirk. Mit 30 Beamten kontrollierten sie gut 40 Betriebe und überprüften rund 100 Beschäftigte. Insgesamt ergaben sich bei den Erhebungen in 14 Fällen Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten, die weitere Ermittlungen seitens des Zolls notwendig machen. So besteht in sechs Fällen der Verdacht der Beitragsvorenthaltung, in einem weiteren Fall existieren Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Beschäftigung eines ausländischen Arbeitnehmers. Weitere Verstöße stellten die Beamten auch hier bei den vorzunehmenden Stundenaufzeichnungen fest.



Quelle : Zoll.de

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