Zoll online – Pressemitteilungen – Anonymer Hinweis deckt Sozialversicherungsbetrug auf


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Karlsruhe, 19. Juli 2018

Gastronomin zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt

Das Hauptzollamt Karlsruhe prüfte nach einem Hinweis aus der Bevölkerung einen Gastronomie- und Hotelbetrieb in Heidelberg. Die Auswertung der Geschäftsunterlagen führte zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts, dass Sozialversicherungsbeiträge nicht in der erforderlichen Höhe abgeführt wurden.

Das Amtsgericht Heidelberg erließ daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss zu dem Betrieb. Nach Auswertung der sichergestellten Unterlagen über einen Tatzeitraum von 2007 bis 2016 und Einlassung der Beschuldigten konnte der Betreiberin ein Schaden bei der Sozialversicherung in Höhe von 165.107,04 Euro nachgewiesen werden.

Daneben ergaben die Ermittlungen einen Fall des Leistungsbetrugs über 39.212,01 Euro: Für die Vorlage beim Arbeitsamt stellte die Beschuldigte für ihre Angestellte falsche Nebenverdienstbescheinigungen aus. Die Wirtin wurde nun zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, ausgesetzt zur Bewährung von drei Jahren, verurteilt.

Auch die Leistungsbezieherin wurde ebenso zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Beiden Verurteilten wurde dazu auferlegt, den Schaden bei der Sozialversicherung und dem Arbeitsamt wiedergutzumachen.



Quelle : Zoll.de

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