Zoll online – Pressemitteilungen – Aufgriffe des Nürnberger Zolls


Gedopter Tee, gedrehter Joint und Marihuana in der Tüte

Tüten mit Khat statt Tee
Tüten mit Khat statt Tee

32 Päckchen „Tee“ sollte das Paket aus Nairobi enthalten, das Ende Januar 2019 beim Zollamt Nürnberg-Hafen sichergestellt wurde. Optik und Geruch des Inhalts kamen den Zöllnern jedoch seltsam vor – sie vermuteten eher einen berauschenden Zweck.

Eine Untersuchung im technischen Labor bestätigte dies: Über sieben Kilogramm Khat – eine stimulierende Droge – waren in den Päckchen enthalten. Gegen den Empfänger aus dem Landkreis Roth wird daher ein Verfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die entstandenen Laborkosten in Höhe von rund 450 Euro hat der 19-Jährige ebenfalls zu tragen.

125 Gramm Marihuana und einen Joint stellte die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Nürnberg bereits Mitte Januar 2019 bei einer Zugkontrolle sicher. Der Reisende war auf dem Weg von Regensburg nach Nürnberg. Im mitgeführten Rucksack fanden die Zöllner eine Plastiktüte mit Marihuana. Bei der darauffolgenden körperlichen Durchsuchung wurde außerdem ein Joint mit 1,3 Gramm Marihuana aufgefunden. Gegen den Mann wurde ebenfalls ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt München – Dienstsitz Nürnberg.

Das Kauen der Blätter des Kathtsrauchs ist im Nahen Osten und in Ostafrika stark verbreitet. Die Blätter der Pflanze enthalten Cathinon, das mit dem Amphetamin eng verwandt ist, aber wesentlich schwächer wirkt.
Das Kauen hat eine euphorisierende Wirkung, unterdrückt aber gleichzeitig Hunger- und Müdigkeitsgefühle. In Kenia gilt Khat seit prähistorischer Zeit als Alltagsdroge, in Deutschland jedoch fällt es als verbotene Substanz unter das Betäubungsmittelgesetz.



Quelle : Zoll.de

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