Zoll online – Pressemitteilungen – Augsburger Zoll prüft im Schloss und stellt Jahresbilanz 2018 vor


Baustellenkontrolle im Schloss Neuschwanstein


Baustellenkontrolle im Schloss Neuschwanstein

Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Augsburg kontrollierten am 7. Mai 2019 die Baustellenarbeiter im Schloss Neuschwanstein, den Sicherheitsdienst, die Verkäufer in den Andenkenläden, die Schlossführer, die Kutschenfahrer und die Gastronomie vor Ort. Vier Prüfteams haben verdachtsunabhängige Kontrollen und Befragungen zu den Arbeitsverhältnissen, die nahezu unbemerkt von den vielen Besuchern stattgefunden haben, durchgeführt.

Am und im Schloss Neuschwanstein finden im Augenblick umfangreiche Restaurierungsarbeiten (unter anderem im Sängersaal) statt. Alle kontrollierten Personen waren an diesem Ort erstaunt, als der Zoll seine Befragungen diskret, aber in Erfüllung des gesetzlichen Auftrags, vornahm. Insgesamt wurden 80 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen, davon 48 im Schloss Tätige und 32 in der Schlosswirtschaft und im Fahrdienst Beschäftigte, befragt. Nun sind weitere Maßnahmen, wie ein Abgleich mit den Daten der Sozialversicherungsträger und den Buchhaltungsunterlagen der Arbeitgeber, nötig.

„Dieser Prüfeinsatz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zeigt deutlich, dass mit dem Zoll wirklich überall und jederzeit gerechnet werden muss“, so Hans-Henning Kühne, Leiter des Hauptzollamts Augsburg.

Jahresbilanz 2018

Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Augsburg bewirkt durch ihre Tätigkeit, dass Sozialversicherungsbeiträge und Steuern gleichmäßig abgeführt, Sozialleistungen nicht zu Unrecht bezogen, der Mindestlohn gezahlt und die vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen eingehalten werden.

Im vergangenen Jahr kontrollierte die FKS über 1.400 Arbeitgeber und hat 2018 insgesamt über 2.600 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Es wurden insgesamt 87 Jahre Freiheitsstrafen und knapp 2,7 Millionen Euro Geldbußen und -strafen erwirkt.

Gesamteinnahmen

Im Jahr 2018 nahm das Hauptzollamt Augsburg rund 6,2 Milliarden Euro ein. Den größten Teil bilden die Verbrauchsteuern mit 4,6 Milliarden Euro. Über 1 Milliarde Euro wurde als Einfuhrumsatzsteuer verbucht. Die Einnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer betrugen im Jahr 2018 im Hauptzollamtsbezirk Augsburg knapp 520 Millionen Euro.

„Der Zoll als moderne Wirtschaftsverwaltung des Bundes nimmt Jahr für Jahr rund die Hälfte der dem Bund zufließenden Einnahmen ein. Das Hauptzollamt Augsburg, als einnahmestärkstes Hauptzollamt Bayerns, leistet mit seinen Steuereinnahmen einen wichtigen Beitrag, damit der Staat handlungs- und leistungsfähig bleibt“, so Hans-Henning Kühne, Leiter des Hauptzollamts Augsburg.

Warenabfertigung

Die Zollämter Göggingen, Donauwörth, Ingolstadt, Kempten, Memmingen und Hörbranz-Autobahn (Lindau) fertigten im Jahr 2018 insgesamt über 5,6 Millionen Warensendungen ab. Davon wurden 4,4 Millionen Warensendungen zur Ausfuhr und 1,2 Millionen zur Einfuhr angemeldet. Für die Europäische Union wurden dabei circa 36 Millionen Euro an Zöllen eingenommen. Bei der Warenabfertigung sorgten die Zollämter unter anderem zum Schutz der Bürger dafür, dass keine gefährlichen Gegenstände, Plagiate und geschützte Tiere und Pflanzen eingeführt werden.



Quelle : Zoll.de

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