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Heilbronn, 25. September 2017

Nicht in jedem Betrieb stimmt die “Spur”

Zöllner nimmt Personalien auf

Am Dienstag, dem 17. Oktober 2017, führte das Hauptzollamt Heilbronn in Kfz-Werkstätten- und in der Kfz-Verwertungsbranche Prüfungen nach dem Mindestlohngesetz und dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung durch. Die Auswahl der zu überprüfenden Objekte erfolgte anlässlich dieser lokalen Schwerpunktprüfung risikoorientiert und verdachtsunabhängig.

53 Kontrollbeamte in Heilbronn und am Standort Tauberbischofsheim überprüften 48 Betriebe unterschiedlichster Größe im Stadt- und Landkreis Heilbronn und in Tauberbischofsheim.

“Wir haben vor Ort die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt und die Geschäftsunterlagen der Arbeitgeber überprüft, ob sie zum Beispiel den gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro an die beschäftigten und vor Ort angetroffenen Arbeitnehmer zahlen”, so Jörg Lehmann, stellvertretender Sachgebietsleiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Hauptzollamt Heilbronn.

In 18 Fällen ergaben sich dabei Unstimmigkeiten, für die weitere Prüfungen erforderlich sind.

Bei sechs festgestellten Sachverhalten konnte nicht ausgeschlossen werden, dass den Rentenkassen Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten wurden. In zwei dieser sechs Fälle besteht nach umfangreichen Kontrollen der Anfangsverdacht der Scheinselbstständigkeit. Bei sieben Unstimmigkeiten wird geprüft, ob sich festgestellte Anzeichen einer illegalen Beschäftigung von Ausländern bestätigen, und in einem Fall haben die Kontrollen Anhaltspunkte für Leistungsbetrug ergeben.

Zusatzinformation

Der Zoll prüft grundsätzlich Beschäftigungsverhältnisse in allen Wirtschaftsbereichen und stellt damit sicher, dass steuer-, sozialversicherungs- und arbeitsschutzrechtliche Vorgaben gewahrt bleiben.

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vernichten dauerhaft legale Arbeitsplätze, erhöhen damit die Arbeitslosigkeit und bringen den Staat um Steuern und die Sozialversicherungen um Beiträge.

Über 6.700 Zöllnerinnen und Zöllner gehen aktuell bundesweit gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor.

Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung sind ein Problem für Fiskus und Sozialversicherung, aber auch für Unternehmen. Schwarzarbeit ist Wirtschaftskriminalität! Der legal handelnde Arbeitgeber kann mit illegaler Konkurrenz regelmäßig nicht mithalten.

Informationen zum Thema Arbeit



Quelle : Zoll.de

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