Zoll online – Pressemitteilungen – Der Zoll in Schleswig-Holstein 


Die Hauptzollämter Kiel und Itzehoe haben in Schleswig-Holstein im Jahr 2018 rund 2,8 Milliarden Euro an Einnahmen für die Europäische Union und die Bundesrepublik erzielt.

Zollboot "Glückstadt"
Zollboot "Glückstadt"

Bei den Einnahmen entfallen circa 65 Millionen Euro auf die der EU zustehenden Zölle sowie circa 1,2 Milliarden Euro auf die der Bundesrepublik zustehende Einfuhrumsatzsteuer. Dafür wurden bei der Einfuhr von Waren 1.717.410 Warenpositionen angemeldet und durch die Zöllnerinnen und Zöllner in der Regel elektronisch abgefertigt. Hinzu kommen circa 1,4 Milliarden Euro an Verbrauchsteuern und fast 33 Millionen Euro vollstreckten öffentlich-rechtlichen Forderungen.

Der Zoll in Schleswig-Holstein legte auch im Jahr 2018 sein besonderes Augenmerk auf den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor den Gefahren des Handels mit Waren aus Nicht-EU-Staaten im Internet. Bei 104.904 Abfertigungen von Postpaketen wurden in 399 Fällen 1.773 oft minderwertige Markenfälschungen im Wert von rund 374.000 Euro sichergestellt. In 1.137 Fällen wurden 2.624 unsichere Produkte in den Schleswig-Holsteinischen Zollämtern und Abfertigungsstellen festgestellt und an die zuständigen Behörden übergeben. 649 Mal wurde versucht, verbotenerweise Medikamente in Postpaketen einzuführen. Die dabei festgestellten und zum Teil auch gefälschten 46.349 Medikamente sind vernichtet worden.

„Wir schützen unsere Bürgerinnen und Bürger vor Betrügern im Internet. Dabei geht es uns vor allem um gefälschte Waren aller Art. Gerade bei Billigangeboten an Schuhen, Bekleidung und elektronischen Artikeln ist auch ein Gesundheitsrisiko vorhanden. Hinzu kommt, dass meist aus fernöstlichen Ländern kommende elektronische Artikel nicht den europäischen Vorschriften entsprechen und nicht eingeführt werden dürfen“, meinte Martina Nagel, die Leiterin des Hauptzollamts Kiel.

„Ein besonderes Highlight und besonders in Erinnerung geblieben, ist der Fund von rund 300 Kilogramm Kokain als Treibgut durch die Besatzung des Zollboots ‚Glückstadt‘ in der Elbe. Dieser hat bewiesen, dass auf unsere maritimen Kontrolleinheiten ebenso Verlass bei der Bekämpfung des Schmuggels ist wie auf die Zöllnerinnen und Zöllner an Land“, meinte Francesca Ramus, die Vertreterin der Leitung des Hauptzollamts Itzehoe.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beider Hauptzollämter leitete im vergangenen Jahr 5.829 Strafverfahren ein. Sie ermittelte eine Schadenssumme von rund 14,9 Millionen Euro. Aus Strafverfahren, die nach Ermittlungen beider Hauptzollämter eingeleitet wurden, verhängten die Strafgerichte Freiheitsstrafen von insgesamt 24 Jahren.

Die Aufschlüsselung der Einnahmen, die einzelnen Abfertigungsergebnisse und die Ergebnissen der Kontrollen sind in der Bilanz für das Jahr 2018 enthalten.

Bilanz der Hauptzollämter Kiel und ItzehoePDF | 218 KB | Datei ist nicht barrierefrei



Quelle : Zoll.de

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