Zoll online – Pressemitteilungen – Die 18.000-Euro-Jacke


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Düsseldorf, 22. September 2017

Zöllner am Düsseldorfer Flughafen finden eingenähte Geldscheine

18.000 Euro Bargeld, eingenäht in eine Jacke, fanden Zöllner am Düsseldorfer Flughafen am 16. September 2017 bei einem Reisenden.

Der 52-jährige Beschuldigte wollte in den Irak ausreisen und wurde von den Zöllnern hinter dem Sicherheitscheck nach mitgeführten Zahlungsmitteln befragt. Zunächst gab der Mann an, dass er 5.000 Euro in seiner Brieftasche habe. Tatsächlich befanden sich darin nur knapp 2.000 Euro. Auf den Differenzbetrag angesprochen, wirkte der Reisende plötzlich nervös und zuckte mit den Schultern.

Die Zöllner verlegten die Kontrolle nun in ein Abfertigungsbüro und baten den Mann aus Freiburg, alle Taschen zu leeren und seine Jacke auszuziehen. Im Nackenbereich der Jacke war zu erkennen, dass dort offensichtlich eine Naht aufgetrennt und unfachmännisch wieder verschlossen wurde. Nach erneutem Auftrennen der Naht kamen 36 500-Euro-Banknoten zum Vorschein.

Der Beschuldigte gab an, dass er das Geld für eine Operation seiner Mutter im Irak benötige. Um welche Art Operation es sich handelt und woher das Geld stammt, konnte er nicht sagen.

Die Zöllner leiteten gegen den Reisenden ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen der Nichtanmeldung von Barmitteln in Höhe von insgesamt knapp 20.000 Euro ein. Da der Verdacht der Geldwäsche besteht, stellten sie fast den gesamten Betrag sicher.

Anmeldepflicht für Zahlungsmittel

Seit dem 15. Juni 2007 müssen Drittlandsreisende ihre mitgeführten Zahlungsmittel (neben Bargeld zum Beispiel auch Wertpapiere, Schecks und Edelmetalle) ab einem Gesamtwert von 10.000 Euro unaufgefordert schriftlich anmelden.

Bei Reisen innerhalb der EU müssen Zahlungsmittel über 10.000 Euro nur mündlich und nur auf Verlangen angemeldet werden.



Quelle : Zoll.de

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