Zoll online – Pressemitteilungen – Drei nicht alltägliche Aufgriffe


<www.zoll.de/goto?id=182340>

Regensburg, 20. Oktober 2017

Waffen, Zigaretten, verbotene Arzneimittel, Pkw-Einfuhrschmuggel

Vor einigen Tagen gelangen den Zöllnern der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald des Hauptzollamts Regensburg innerhalb kurzer Zeit drei nicht alltägliche Aufgriffe.

Im ersten Fall überprüften die Beamten auf einer Rastanlage in der Nähe von Straubing das Fahrzeug eines 31-jährigen Südosteuropäers, der sich auf dem Weg von England in seine Heimat befand. Bei der Kontrolle des Gepäcks fanden die Zöllner ein Springmesser mit einer Klingenlänge von 14 Zentimetern. Die Beamten stellten das Messer sicher und leiteten gegen den Mann ein Verfahren wegen Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.

Im zweiten Fall zogen die Further Zollbeamten nahe Wörth an der Donau einen aus der Türkei kommenden Lkw aus dem fließenden Verkehr. Auf Befragen gab der 50-jährige Fahrer an, nur die erlaubten 200 Zigaretten dabeizuhaben. Bei der Kontrolle der Staufächer des Lkws fanden die Beamten jedoch 1.400 unversteuerte Zigaretten sowie 404 verschreibungspflichtige Potenzmittel, für die der Fahrer keinerlei Genehmigungen vorlegen konnte. Die Zöllner stellten die Zigaretten und die Arzneimittel sicher und leiteten gegen den Mann ein Strafverfahren wegen Verdachts der Steuerhinterziehung in Verbindung mit einem Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz ein.

Im dritten Fall überprüften die Zöllner ein aus Serbien kommendes Fahrzeuggespann. Der 50-jährige Beifahrer erklärte den Beamten auf Befragen, dass der Pkw auf dem Anhänger in Serbien zur Reparatur war und sich jetzt auf dem Weg zurück in die Niederlande befindet.
“In Serbien sind Materialien und Löhne wesentlich günstiger”, so die Auskunft des Mannes. Er hat allerdings nicht damit gerechnet, dass er das Fahrzeug bei der Einfuhr in die Europäische Union verzollen und versteuern muss.
Die Zöllner leiteten gegen den Mann ein Steuerstrafverfahren ein. Nachdem der Mann die Einfuhrabgaben in Höhe von circa 1.315 Euro (426 Euro Zoll, 889 Euro Einfuhrumsatzsteuer) in bar entrichtet hatte, konnte er seine Reise fortsetzen.



Quelle : Zoll.de

https://wertheimerportal.de/category/bildergalerien/