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Zöllner finden geschmuggelte Waren und Rauschgift

Zöllner des Hauptzollamts Singen haben am 11. Mai 2019 bei Kontrollen in Konstanz, Waldshut und Jestetten drei Schmuggelversuche verhindert, bei denen unter anderem eine hochwertige Armbanduhr, Kamerazubehör und Brillantschmuck im Wert von insgesamt über 18.000 Euro ohne Anmeldung über die Grenze nach Deutschland gebracht werden sollten.

Bei der Kontrolle eines 39-Jährigen aus der Schweiz wurden die Zöllner in Jestetten fündig. In seinem Fahrzeug fanden die Beamten ein versandfertiges Päckchen, das per Post nach England verschickt werden sollte. Auf Nachfrage gab der Mann an, dass sich darin lediglich eine Uhr im Wert von 320 Schweizer Franken befinden würde. Nach dem Öffnen des Päckchens fanden die Zöllner jedoch eine Uhr einer namhaften Schweizer Manufaktur im Wert von über 6.000 Schweizer Franken. Da der Mann für die Uhr keinen Verzollungsnachweis vorlegen konnte, musste er die Einfuhrabgaben und eine Strafsicherheit in Höhe von insgesamt fast 1.800 Euro bezahlen.

Ähnlich erging es einem 64-Jährigen aus dem Raum Zürich, der in Waldshut in eine Zollkontrolle geriet. Auch bei ihm fanden die Zöllner im Fahrzeug mehrere Pakete. Auf deren Inhalt angesprochen gab der Mann an, Kamerazubehör aus der Schweiz zu transportieren. Dieses habe er über eine Internetplattform verkauft und wolle es nun in Deutschland bei der Post aufgeben. Zollpapiere, die für die Abfertigung gewerblicher Waren aus der Schweiz erforderlich sind, konnte er nicht vorlegen.

Die weiteren Ermittlungen der Zöllner ergaben, dass der Mann auf diesem Weg bereits mehrere illegale Verkaufsgeschäfte tätigte. Insgesamt konnten ihm nicht angemeldete Waren im Wert von 7.800 Euro nachgewiesen werden. Auch er konnte nach dem Hinterlegen einer Sicherheitsleistung und dem Bezahlen der Einfuhrabgaben in Höhe von insgesamt 3.400 Euro seine Reise fortsetzen.

Den dritten Treffer landeten die Zöllner in Konstanz, als sie am Bahnhof zwei 17-jährige Schweizer genauer unter die Lupe nahmen. Bei ihnen konnte ein Diamantarmband, zwei paar Goldohrringe und ein Goldring im Wert von insgesamt circa 4.500 Euro aufgefunden werden. Zudem hatten die beiden jungen Männer jeweils etwa fünf Gramm Marihuana und einer zusätzlich 96 Hanfsamen im Gepäck. Bis auf die Hanfsamen und den Goldring versuchten die beiden, ihre illegale Fracht in der Unterhose nach Deutschland einzuschmuggeln. Da die Herkunft des Schmuckes noch geklärt werden muss, wurden dieser und das Rauschgift von den Zöllnern sichergestellt.

Wegen des Nichtanmeldens der Waren wurde gegen alle Beteiligten ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Die beiden Männer in Konstanz wurden zudem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Alle haben nun mit einer empfindlichen Strafe zu rechnen.



Quelle : Zoll.de

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