Zoll online – Pressemitteilungen – Ergebnisse der Zollkontrollen während der Hauptreisezeit


Zigaretten, Gold und Welpen

Goldschmuck
Goldschmuck

Auch in diesem Jahr stellte die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Rosenheim bei Kontrollen des Rückreiseverkehrs eine erhebliche Anzahl an Verstößen im grenzüberschreitenden Verkehr fest.

Allein im August konnten die Zollbeamten fast 12.000 unversteuerte Zigaretten und 500 Kilogramm Wasserpfeifentabak sicherstellen und die fälligen Abgaben erheben.

Des Weiteren konnten sie 14 sogenannte verbotene Gegenstände, wie Butterfly- und Springmesser, Schlagringe und immer wieder Elektroschocker-Taschenlampen, die unter das Waffengesetz fallen, aus dem Verkehr ziehen.

Auch konnten in 78 Fällen „Reisemitbringsel“, die sich bei den Reisenden befanden, jedoch unter das Betäubungsmittelgesetz und das Anti-Doping-Gesetz fallen, wie zum Beispiel Marihuana oder Testosteron, von den Rückkehrern nicht mit nach Hause genommen werden, sondern wurden vom Zoll sichergestellt.

Ebenfalls beliebte Reisesouvenirs sind Gold und Goldschmuck, vor allem aus der Türkei. Die Reiserückkehrer werden auf der Heimfahrt vor allem auf der Autobahn 8 kontrolliert. In der letzten Zeit mussten die Besitzer, wenn sie keine Verzollungsbelege über den Goldschmuck vorlegen konnten, die bereits beim Übertritt in die EU fälligen Abgaben zahlen. Des Weiteren wird in diesen Fällen regelmäßig ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.

Die Arbeit der Zollbeamten der KEV ist sehr vielseitig, was auch wieder eine Kontrolle eines serbischen Kleintransporters zeigte. Während ein Zöllner den zollrechtlichen Status des Transporters mit Anhänger abklärte und den Fahrer nach mitgeführten Waren befragte, unterzog der zweite Zöllner den auf dem Anhänger befindlichen Pkw einer genaueren Kontrolle.

Schon beim Öffnen des Kofferraumdeckels kam ihm ein beißender und nach tierischen Exkrementen stinkender Geruch entgegen. Der Kofferraum war jedoch komplett leer. Hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz stellten die Beamten dann zwei Hundeboxen mit Hundewelpen fest. Die Tiere waren ohne Flüssigkeit, saßen jedoch in ihren Ausscheidungen. Auf nochmalige Nachfrage zeigte der Fahrer die Tierpässe der beiden Welpen vor.

Nach diesen handelte es sich um Pitbullwelpen. Die Einfuhr dieser als gefährlich geltenden Hunderasse ist durch eine Rechtsverordnung reglementiert und eingeschränkt. Der Fahrer des Kleintransporters konnte nicht die für die Einfuhr der Tiere erforderlichen Papiere vorlegen. Daraufhin wurden die Tiere sichergestellt und ein Veterinärmediziner hinzugezogen, der sowohl die Pitbullrasse bestätigte als auch deren schlechten gesundheitlichen Zustand und das Fehlen der vorgeschriebenen Impfungen. Die Hunde wurden in ein Tierheim verbracht und dort erst einmal versorgt. Das Amt für Veterinärmedizin des Landratsamts ist für die weitere Behandlung der Welpen zuständig.

Die in Deutschland lebende Hundebesitzerin erwartet nun, neben einem Abgabenbescheid des Zolls, ein Bußgeld- oder eventuell ein Strafverfahren von Seiten des Landratsamts. Das illegale Geschäft mit Hundewelpen ist anscheinend lukrativ, denn ein Welpe dieser Rasse hat einen Wert zwischen 1.000 und 2.000 Euro.



Quelle : Zoll.de

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