Zoll online – Pressemitteilungen – Ermittlungserfolg gegen die organisierte Kriminalität


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Koblenz, 21. Februar 2018

Mutmaßlicher Schaden im Millionenbereich aufgedeckt

Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt gegen 22 männliche und vier weibliche Beschuldigte im Alter von 24 bis 59 Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt, des Betrugs sowie der Steuerhinterziehung beziehungsweise der Beihilfe hierzu.

Gegen den Haupttäter, einen 31 Jahre alten Montenegriner, besteht der Verdacht, er habe mittels Nutzung sogenannter Servicefirmen und Abdeckrechnungen Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge zur SOKA-BAU in Höhe von mehreren Millionen Euro hinterzogen. Hierzu habe er mehrere Scheinfirmen (Servicefirmen) genutzt, die Rechnungen für nie geleistete Arbeiten ausgestellt hätten. Diese Rechnungen seien bezahlt und die Zahlbeträge dann, abzüglich einer Provision, in bar zurückerstattet worden. Hierdurch sei Schwarzgeld generiert worden, mit dem dann Schwarzarbeiter bezahlt worden sein sollen. Nach den bisher geführten Ermittlungen besteht der Verdacht eines Gesamtschadens von etwa 3,6 Millionen Euro.

In dem Verfahren haben in den frühen Morgenstunden des 21. Februar 2018 circa 500 Einsatzkräfte des Zolls unter Federführung des Hauptzollamts Koblenz in Zusammenarbeit mit der Steuerfahndung Koblenz umfangreiche Durchsuchungen durchgeführt. Durchsucht wurden insgesamt 54 Wohnungen und Geschäftsräume, die schwerpunktmäßig in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, darüber hinaus auch in Hessen, Bremen und Baden-Württemberg lagen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte in einem Fall durch Spezialeinsatzkräfte des Zollkriminalamts.

Es konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden. Außerdem wurden vorläufige vermögensabschöpfende Maßnahmen ergriffen, für die auch ein Bargeldspürhund der Landespolizei Rheinland-Pfalz eingesetzt wurde.

Gegen den Hauptbeschuldigten wurde ein Haftbefehl des Amtsgerichts Koblenz vollstreckt. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Die Auswertung der erhobenen Beweismittel wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.



Quelle : Zoll.de

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