Zoll online – Pressemitteilungen – Erneut Kontrollen in Bochumer Shisha-Cafés


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Dortmund, 27. November 2017

Über 155 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt

Die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Dortmund kontrollierten am Abend des 24. November 2017 im Rahmen der Steueraufsicht gemeinsam mit der Polizei und Bediensteten des Ordnungsamts zwölf “Shisha-Cafés” in Bochum.

Bei den Kontrollen wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Durch den Zoll wurden über 155 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak sichergestellt. Es wurden neun Straf- und drei Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Durch die Mitarbeiter des Ordnungsamts wurden zahlreiche Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz Nordrhein-Westfalens und Verstöße gegen gewerberechtliche Vorschriften und Auflagen geahndet. Die Lebensmittelüberwachung des Ordnungsamts musste darüber hinaus fünf Shisha-Cafés wegen erheblicher hygienischer Mängel vorläufig schließen.

Zusatzinformation

Das Rauchen von Wasserpfeifen (sogenannte Shishas) ist seit einigen Jahren bei jungen Erwachsenen stark im Trend. Wasserpfeifentabak kann in Deutschland legal vertrieben und erworben werden. Allerdings muss der Tabak dann versteuert sein – leicht erkennbar durch die als Siegel angebrachte deutsche Steuerbanderole.

Neben den steuerrechtlichen Aspekten gilt es auch gesundheitliche Risiken zu beachten. Konsumenten bezeichnen das Shisha-Rauchen als angenehm mild. Ungesund bleibt es dennoch: Laut Weltgesundheitsorganisation inhalieren Wasserpfeifenraucher bei einer Shisha-Sitzung die Rauchmenge von 100 Zigaretten. Illegal gehandelter Tabak beinhaltet zudem bedenkliche Konservierungsstoffe, Aromen oder unhygienische Inhaltsstoffe, deren Wirkungen auf den Raucher noch unbekannt sind.

Zusätzlich weist der Wasserpfeifentabak aus den Ursprungsländern eine sehr hohe Feuchtigkeit auf. Der aromatische Tabakrauch wirkt dadurch kälter und kann tiefer inhaliert werden. Erreicht wird diese Feuchtigkeit oftmals durch die Zugabe von Glycerin oder Zuckermelasse. Verbrennen diese Zugaben, erzeugen sie gesundheitsschädliche Substanzen, die direkt durch den Wasserpfeifenraucher inhaliert werden.



Quelle : Zoll.de

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