Zoll online – Pressemitteilungen – Ernteausfall in Berlin


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Berlin, 6. November 2017

Gegen vier Personen Haftbefehl erlassen

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin konnte die Zollfahndung Berlin-Brandenburg am Freitag, dem 3. November 2017, in den Nachmittagsstunden eine deutsch-türkische Cannabisbande festnehmen.

Die 28 bis 33 Jahre alten mutmaßlichen Tatverdächtigen sollen an drei Standorten in Berlin nacheinander drei versteckte Cannabisplantagen professionell eingerichtet und betrieben haben.

In den Kellerräumen einer alten Autowerkstadt in Britz konnten die Zollfahnder mit 1.300 Pflanzen die größte Plantage auffinden. Die Pflanzen waren hier bereits 55 Zentimeter groß. In den beiden anderen Plantagen am Wannsee und in Schöneberg waren die Pflanzen noch deutlich kleiner. Insgesamt wurden über 2.600 Cannabispflanzen und über ein Kilogramm verkaufsfähiges Cannabis sichergestellt.

Die Setzlinge der Plantagen hatten sich die Tatverdächtigen mit der Post aus Österreich schicken lassen. Als sich eines dieser Pakete im September 2017 bei der Sortieranlage des Postzustellers durch eine Beschädigung öffnete, wurde die Zollfahndung auf die Plantagenbetreiber aufmerksam und begann mit den Ermittlungen.

Bei dem nun erfolgten Zugriff am Freitag wurden die Ermittler tatkräftig von den Kollegen der Landespolizei Berlin, der Bundespolizei und des Hauptzollamts Potsdam unterstützt. Insgesamt waren etwa 150 Kräfte im Einsatz.

Die vier mutmaßlichen Haupttäter wurden festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, welcher gegen alle Haftbefehl erließ.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Ermittler von einem Marktwert der zu erwartenden Ernte von circa 700.000 bis 800.000 Euro aus.
Die Ermittlungen dauern an.



Quelle : Zoll.de

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