Zoll online – Pressemitteilungen – Firmeninhaber zu Geldstrafe verurteilt


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Singen, 19. Februar 2018

Finanzkontrolle Schwarzarbeit ermittelte in der Gastronomiebranche

Der Betreiber zweier Gastronomiebetriebe wurde durch das zuständige Amtsgericht in Konstanz wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 24 Fällen zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro verurteilt.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Singen ermittelten, hat der Firmeninhaber über knapp zwei Jahre hinweg mehrere Arbeitnehmer beschäftigt, ohne diese jedoch ordnungsgemäß bei den Sozialkassen angemeldet zu haben.

Zur Verschleierung dieser Taten wurden unterschiedliche Vorgehensweisen gewählt: Teilweise wurden falsche Verdienstbescheinigungen mit einem geringeren als dem vereinbarten Arbeitsentgelt ausgestellt, oder es wurden Nettolöhne in bar, unquittiert und ohne Gehaltsbescheinigung ausbezahlt. Auch wichen Nettolohnvereinbarungen des Arbeitsvertrags vom tatsächlich gezahlten Nettolohn laut Gehaltsbescheinigungen bei mehreren Arbeitnehmern ab.

Durch diese Vorgehensweisen hat der Verurteilte versucht, sich einen Vermögensvorteil durch die eingesparten Sozialabgaben zu verschaffen. Einige Arbeitnehmerinnen klagten deshalb auch gegen den Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht.

Der Schaden für die Sozialkassen beträgt knapp 22.000 Euro.

Der Verurteilte hat nun nicht nur die Geldstrafe zu bezahlen, auch die noch ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge werden von ihm nachgefordert.

Der Fall kam durch die Anzeige einer ehemaligen Beschäftigten ans Tageslicht.
Das Urteil ist zwischenzeitlich rechtskräftig.



Quelle : Zoll.de

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