Zoll online – Pressemitteilungen – Gastronomie im Visier des Münsteraner Zolls


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Münster, 15. November 2017

Hauptzollamt Münster führt Schwarzarbeitskontrollen im Hotel- und Gaststättengewerbe durch

Hotel- und Gaststättenbetriebe im ganzen Münsterland standen in der vergangenen Woche ganz besonders im Visier des Zolls. Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Münster kontrollierten am 9. und 10. November 2017 mit rund 80 Einsatzkräften über 100 Gastronomiebetriebe im Bezirk des Hauptzollamts.

Im Rahmen der Kontrollen befragten die Zöllner 430 Arbeitnehmer an der Arbeitsstelle zu ihren Beschäftigungsverhältnissen. Sie prüften dabei, ob diese korrekt zur Sozialversicherung angemeldet sind und die Bezahlung der Arbeitnehmer in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns erfolgt. Weiterhin gingen die Zöllner auch Hinweisen auf Sozialleistungsmissbrauch und illegale Ausländerbeschäftigung nach.

Erste Auswertungen haben ergeben, dass es in 40 Fällen Hinweise auf Beitragsvorenthaltungen gibt. In weiteren neun Fällen besteht der Verdacht, dass der allgemeinverbindlich erklärte Mindestlohn in Höhe von 9,25 Euro nicht gezahlt wurde. Darüber hinaus bestehen in sieben Fällen Unregelmäßigkeiten bei der Beschäftigung von Ausländern. In einem Fall kam es dabei zu der Festnahme eines chinesischen Staatsangehörigen, welcher bei der Arbeit angetroffen wurde und sich mit einer verfälschten Duldung in Deutschland aufgehalten hat.

Weitere Verstöße stellten die Zöllner im Bereich der im Gastronomiegewerbe zu erfüllenden Dokumentationspflichten fest. So existierten in einigen Fällen Mängel bei den Stundenaufschreibungen und bezüglich der Belehrungspflicht des Arbeitgebers, wonach dieser das Personal auf die Mitführungspflicht von Ausweisen hinzuweisen hat.

Die weiteren Ermittlungen der FKS des Hauptzollamts Münster dauern an.



Quelle : Zoll.de

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