Zoll online – Pressemitteilungen – Gegen Schwarzarbeit im Transport


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Frankfurt am Main, 22. September 2017

Zoll prüft 312 Unternehmen im Bereich des Hauptzollamts Frankfurt am Main

Am 11. und 12. September 2017 überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Frankfurt am Main im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung 312 Unternehmen im Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe im Raum Frankfurt. Im Fokus standen die Fahrer von Lastkraftwagen und Kleintransportern mit dem Ziel, unangemessene Arbeitsbedingungen und Scheinselbstständigkeit aufzudecken.

Neben den Befragungen der Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen wurde in 46 Fällen eine weitere Prüfung der Geschäftsunterlagen vorgenommen. Die bisherigen Erkenntnisse ergaben drei Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Darüber hinaus wurden 43 Verstöße gegen ausländerrechtliche Vorschriften sowie sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten festgestellt. Es schließen sich weitere Sachverhaltsaufklärungen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit an.

Zusatzinformation

Die im Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe beschäftigten Arbeitnehmer unterliegen den Mindestlohnregelungen nach dem Mindestlohngesetz. Der Mindestlohn beträgt aktuell 8,84 Euro. Dies kann auch für ausländische Fahrer gelten, die von Arbeitgebern mit Sitz im Ausland für Transporte nach Deutschland entsandt werden, sofern sich zum Beispiel Entladungsarbeiten im Inland anschließen. Zudem besteht in diesem Gewerbe die Pflicht zur Mitführung und Vorlage von Ausweisdokumenten nach § 2a (1) Nr. 4 SchwarzArbG.



Quelle : Zoll.de

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