Zoll online – Pressemitteilungen – Goldmünzen im Wert von fast 100.000 Euro im Gepäck


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Münster, 18. Oktober 2017

Zöllnern am Flughafen Münster/Osnabrück geht Schmuggler ins Netz

Ein nicht alltäglicher Aufgriff gelang jetzt zwei Zöllnern von der Kontrolleinheit Flughafen Reise am Flughafen Münster/Osnabrück.
So war einem 73-jährigen Mann aus dem Kreis Warendorf auf seinem Flug von Kanada nach Deutschland der Koffer verloren gegangen. Bei der Gepäckermittlung gab er eine Zollanmeldung ab, in der er angab, keine anmeldepflichtigen Waren im Gepäck zu haben.

Nachdem bei der Kontrolle des Koffers bereits das Röntgenbild für die geschulten Augen der beiden Zöllner ersichtliche Auffälligkeiten zeigte, wurde das Gepäckstück einer Intensivkontrolle unterzogen. Dabei entdeckten sie zunächst zwei Kameraobjektive mit einem Warenwert von knapp 2.000 Euro.

Da bei Flugreisen aus Nicht-EU-Staaten lediglich Waren mit einem Gesamtwert von 430 Euro steuer- und zollfrei nach Deutschland eingeführt werden dürfen, leiteten die Beamten ein Steuerstrafverfahren gegen den Mann ein.

Anschließend fanden die Zöllner in verschiedenen Verstecken, wie in einer Objektivklappe und im Kulturbeutel des Mannes, insgesamt 74 Krügerrand-Goldmünzen der Jahrgänge 1974 bis 1976 mit einem Gesamtwert von knapp 100.000 Euro.

Da diese Goldmünzen als Anlagegold Zahlungsmitteln gleichgestellt sind, gilt bei Flugreisen aus Drittländern ab einer Wertgrenze von 10.000 Euro die Anmeldepflicht beim Zoll.

Weil der Mann dies versäumt hatte, war ein Bußgeldverfahren wegen Nichtanmeldens von Barmitteln die Folge.

Als der Reisende am Folgetag am Flughafen erschien, um sein Gepäck abzuholen, wurde er von Beamten des Hauptzollamts Münster und des Zollfahndungsamts Essen bereits erwartet. Die Goldmünzen und die Kameraobjektive stellte der Zoll sicher und vernahm den Beschuldigten. Im Anschluss daran durfte der Reisende seinen Koffer mitnehmen.

Die weitere Bearbeitung des Verfahrens wegen des Nichtanmeldens der Goldmünzen übernimmt das Zollfahndungsamt Essen. Die Bearbeitung des Steuerstrafverfahrens erfolgt durch die Strafsachenstelle des Hauptzollamts Münster.



Quelle : Zoll.de

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