Zoll online – Pressemitteilungen – Haftstrafe für Firmeninhaber aus dem Landkreis Nienburg


Zoll ermittelte eine Schadenssumme von mehr als 73.000 Euro

Zöllner nimmt Personalien auf

Der Inhaber einer Firma aus dem einzelkaufmännischen Gewerbe wurde vom zuständigen Amtsgericht in Nienburg wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 69 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Osnabrück ermittelten, hat der Verurteilte von Januar 2011 bis Juni 2015 zahlreiche Arbeitnehmer an zwei Betriebsstätten beschäftigt, die er zwecks Minderung der abzuführenden Sozialabgaben absichtsgemäß bei den jeweils zuständigen Krankenkassen nicht mit der tatsächlich geleisteten, sondern mit einer deutlichen geringeren Stundenzahl meldete. Seiner Verpflichtung, die Sozialversicherungsbeiträge rechtzeitig und vollständig zu entrichten, kam der Mann nicht nach. Dadurch hinterzog der 62-Jährige Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt mehr als 73.000 Euro.

„Durch diese Vorgehensweise hat der Angeklagte nicht nur versucht, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, sondern auch einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern innerhalb seiner Branche“, so der Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück, Christian Heyer.

Neben den vorenthaltenen Sozialversicherungsbeiträgen muss der Verurteilte zusätzlich für die Verfahrenskosten aufkommen.

Das Urteil des Amtsgerichts Nienburg ist rechtskräftig.



Quelle : Zoll.de

+++EILMELDUNG+++ Kaminbrand in Wertheim 08.03.2016 – Bildergalerie und Video