Zoll online – Pressemitteilungen – Haftstrafe für Geschäftsführer einer Taxifirma


Hauptzollamt Osnabrück deckt Sozialbetrug in Emsland auf

Zöllner nimmt Personalien auf

Der Geschäftsführer eines Taxiunternehmens wurde vom zuständigen Amtsgericht in Lingen wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 47 Fällen und wegen Steuerhinterziehung in 25 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Osnabrück ermittelten, hat der Verurteilte von Januar 2009 bis November 2012 zahlreiche Arbeitnehmer beschäftigt, ohne diese jedoch ordnungsgemäß bei den Sozialkassen anzumelden. Seiner Verpflichtung, die Sozialversicherungsbeiträge rechtzeitig und vollständig zu entrichten, kam der Mann nicht nach.

Er bezahlte den Lohn seinen Beschäftigten zum großen Teil schwarz aus. Dadurch hinterzog der Angeklagte Sozialversicherungsbeiträge von rund 63.000 Euro. Auch gegenüber dem Finanzamt Lingen hat der Verurteilte über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige und unvollständige Angaben gemacht und dadurch Steuern verkürzt.

„Durch diese Vorgehensweise hat der Angeklagte nicht nur versucht, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, sondern auch einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern innerhalb seiner Branche“, so der Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück, Christian Heyer.

Neben den vorenthaltenen Sozialversicherungsbeiträgen muss der Geschäftsführer zusätzlich für die Verfahrenskosten aufkommen.

Das Urteil des Amtsgerichts Lingen ist rechtskräftig.



Quelle : Zoll.de

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