Zoll online – Pressemitteilungen – Haftstrafe für Sozialleistungsbetrügerin


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Singen, 29. März 2018

Hauptzollamt ermittelte wegen Leistungsmissbrauchs

Wegen Betrugs hat das zuständige Amtsgericht in Konstanz eine 54-jährige Deutsche mit Wohnsitz in der Schweiz zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Singen ermittelten, hat die 54-Jährige über mindestens zweieinhalb Jahre hinweg zu Unrecht Hartz-IV-Leistungen bezogen.

Trotz regelmäßiger Einkünfte sowohl aus einer unselbstständigen Tätigkeit sowie einem weiteren selbstständigen Nebengewerbe – beides in der Schweiz – gab die Frau mehrfach gegenüber dem zuständigen Jobcenter wahrheitswidrig an, sie würde lediglich über ein sehr geringes Einkommen verfügen.

Zur Verschleierung der tatsächlichen Vermögensverhältnisse gab die Verurteilte selbst im Rahmen einer persönlichen Vorsprache beim Jobcenter wahrheitswidrig an, keine Geldzahlungen durch ihre Angestelltentätigkeit zu erhalten. Auf diese Weise sollte eine Kürzung oder der Entfall der Sozialleistungen vermieden und sich ein Vermögensvorteil verschafft werden.

Das zuständige Jobcenter wurde auf diese Weise um knapp 11.000 Euro betrogen. Diese Summe wird von der Verurteilten nun zurückgefordert.

Das betrügerische Vorgehen kam durch einen Datenabgleich deutscher und schweizerischer Behörden ans Tageslicht.

Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung auf zwei Jahre ausgesetzt. Das Urteil ist zwischenzeitlich rechtskräftig.



Quelle : Zoll.de

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