Zoll online – Pressemitteilungen – Handwerker bezieht Arbeitslosengeld II zu Unrecht


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Kiel, 6. November 2017

Eintrag ins Führungszeugnis

Dienstfahrzeug der Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Lübeck des Hauptzollamts Kiel ist es gelungen, einem selbstständigen Handwerker zu Unrecht erhaltene Leistungen des Jobcenters in Höhe von knapp 4.000 Euro nachzuweisen.

Bei der Antragstellung für Arbeitslosengeld II hatte der Mann dem Jobcenter gegenüber verschwiegen, dass er Einnahmen aus einem eigenen handwerklichen Gewerbe erzielt hatte. Immerhin betrugen seine Einnahmen für verschiedene bauliche Gewerke innerhalb eines Jahres annähernd 22.000 Euro. Der Handwerker hatte seine Leistungen jeweils als „Subunternehmer“ angeboten und hoffte, damit seine Einnahmen verschleiern zu können.

Dank der Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit forderte das Jobcenter fast 4.000 Euro unberechtigte Leistungen nach dem Arbeitslosengeld II von dem Handwerker zurück.

Das Amtsgericht Lübeck erließ gegen ihn einen Strafbefehl zu 120 Tagessätzen. Zusätzlich erfolgte bei dem Mann ein Eintrag in sein Führungszeugnis.

Zusatzinformation

Illegal ist unsozial: Wer schwarz arbeitet oder illegal Personen beschäftigt, zahlt weder Steuern noch Sozialabgaben. Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vernichten Arbeitsplätze und verursachen enorme finanzielle Schäden. Die Handlungsfähigkeit des Staates wird geschwächt, unser Sozialversicherungssystem umgangen und unsere Wirtschafts- und Arbeitsordnung untergraben.

Nahezu alle Bereiche des Wirtschaftslebens sind von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung betroffen, besonders die lohnintensiven Branchen. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt; sie ist Wirtschaftskriminalität.



Quelle : Zoll.de

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