Zoll online – Pressemitteilungen – Hauptzollamt Krefeld


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Krefeld, 19. April 2018

78 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt; 2,8 Millionen unversteuerte Zigaretten sichergestellt; 1,5 Milliarden Euro eingenommen; 16 Millionen Euro an hinterzogenen Steuern und Abgaben aufgedeckt

„Sehr zufrieden mit den guten Ergebnissen des abgelaufenen Jahres können die Beschäftigten des Hauptzollamts Krefeld nach den nunmehr vorliegenden Zahlen zurückblicken. Meine 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben hervorragende Arbeit geleistet“, so der Leiter des Hauptzollamts Krefeld, Regierungsdirektor Jörg Danschewitz-Ludwig. Neben den klassischen Aufgaben, der Erhebung von Einfuhrumsatzsteuer, Verbrauchsteuern und Zöllen, galten die Bekämpfung von organisierten Formen der Schwarzarbeit und die Maßnahmen der Kontrolleinheit Verkehrswege zur Bekämpfung von Drogenschmuggel und Steuerhinterziehung als Aufgabenschwerpunkte im abgelaufenen Jahr.

Erhebung von Abgaben – Der Zoll, die Einnahmeverwaltung des Bundes

Das Hauptzollamt Krefeld hat im Jahr 2017 rund 1,5 Milliarden Euro (2016: 1,37) für die Kassen des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union eingenommen. Die Haupteinnahmequellen waren dabei die Verbrauchsteuern. Darunter machte die Stromsteuer mit rund 235,2 Millionen Euro (2016: 212,3) den größten Anteil aus. Die Energiesteuer schlug mit 131,4 Millionen Euro (2016: 144,5) zu Buche. Die Einnahmen aus der Branntweinsteuer betrugen 75,1 Millionen Euro (2016: 77,6).
An Einfuhrumsatzsteuer wurden 576 Millionen Euro (2016: 626,6) erhoben.
Die erhobenen Zölle, die an die Europäische Union abgeführt werden, betrugen im abgelaufenen Jahr 78,3 Millionen Euro (2016: 91,0).
Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte dem Land Nordrhein-Westfalen rund 6,5 Millionen Euro (2016: 5,9) ein.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit – Schaden von der Allgemeinheit abwenden

Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüften im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung 2017 insgesamt 836 Arbeitgeber (2016: 619).
Als Ergebnis der Kontrollen leitete die FKS 3.130 Ermittlungsverfahren (2016: 3.040) wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie 300 Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten (2016: 254) ein. Die Höhe der durch das Hauptzollamt festgesetzten Bußgelder betrug 2017 377.325 Euro (2016: 580.483).
Die Schadenssumme an hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben hinsichtlich der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen belief sich auf etwa 16 Millionen Euro (2016: 17,1).
Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen in Höhe von insgesamt 91 Jahren (2016: 74) und sprachen Geldstrafen von 977.370 Euro (2016: 876.120) aus.

120 Bedienstete sind an den Standorten Krefeld und Mönchengladbach mit dem zentralen Aufgabenbereich, der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung, sowie der Bekämpfung der organisierten Formen von Schwarzarbeit befasst. Zudem wurden regionale und bundesweite Schwerpunktprüfungen, unter anderem im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Baugewerbe sowie im Speditions-, Transport und Logistikgewerbe, durchgeführt.

Kontrolleinheit Verkehrswege – Bekämpfung von Drogenschmuggel und Steuerhinterziehung

Die Kontrolleinheit Verkehrswege mit Sitz in Nettetal-Kaldenkirchen stellt die zollamtliche Überwachung des Warenverkehrs sicher. Dazu sind die Zöllner tagtäglich rund um die Uhr im Kontrollgebiet des Hauptzollamts Krefeld zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz. Schwerpunkte der Überwachungs- und Kontrolltätigkeit sind die Bekämpfung von Drogenschmuggel, Produktpiraterie und Steuerhinterziehung.

Im Jahr 2017 stellte diese Kontrolleinheit mehr als 78 Kilogramm Rauschgift und über 2,8 Millionen unversteuerte Zigaretten sicher. Sie führte dabei rund 20.000 Personen- und Fahrzeugkontrollen durch. Die Zöllner aus Kaldenkirchen zogen dabei rund 18 Kilogramm Marihuana, 30 Kilogramm Haschisch, drei Kilogramm Amphetamin, 21 Kilogramm Heroin und 7.185 Ecstasy-Tabletten aus dem Verkehr. Es kam zu 36 Festnahmen wegen Drogendelikten. Besonders betroffen machte die Zöllner ein Aufgriff im November letzten Jahres. Die vermeintlichen Schmuggler bauten den Airbag aus, um das Schmuggelgut, 4,7 Kilogramm Haschisch, unterzubringen.

Im Rahmen der sogenannten Grenzvollstreckung konnten durch die Kontrolleinheit Verkehrswege Kaldenkirchen 81 Vollstreckungsaufträge und Forderungen mit einem Volumen von 32.685 Euro erledigt werden.
Mit diesem EDV-gestützten Verfahren werden im Rahmen von allgemeinen Kontrollen ausländische Schuldner, die keinen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland haben, festgestellt und ausstehende Forderungen eingetrieben.

Zollämter

In den Zollämtern Krefeld-Uerdingen, Mönchengladbach, Neuss und Schwanenhaus wurden im Jahr 2017 mehr als 3,9 Millionen (2016: 3,1) Positionen im EDV-gestützten Zoll-Anmeldeverfahren ATLAS bei der Ein- und Ausfuhr von Waren bearbeitet.
Die Post-Zollstellen der Zollämter Mönchengladbach, Neuss und Krefeld-Uerdingen fertigen jährlich zwischen 25.000 und 30.000 Postpakete ab, die aus Ländern kommen, die nicht zur Europäischen Union gehören. Dabei konnten die Zöllner der vier zum Hauptzollamtsbezirk gehörenden Zollämter neben den fiskalischen Einnahmen auch über 8.500 gefälschte Produkte aus dem Verkehr ziehen. Besonders betroffen hiervon waren Schuhe und Spielzeug. Dass die Fälscher auch vor hochpreisigen Produkten nicht haltmachen, zeigte die Sicherstellung einer Gitarre der Firma Gibson. Die Les-Paul-Custom-Gitarre mit einem Originalwert von mindestens 3.500 Euro wies in den Anmeldepapieren nicht einmal 180 Euro auf.

Der Zoll sucht Nachwuchs

Zum 1. August 2019 sucht der Zoll für den mittleren und gehobenen Zolldienst wieder Nachwuchskräfte.

Mit der Nachwuchskampagne „Dein Talent im Einsatz“ sollen Jugendliche für die interessanten, vielseitigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten in den Bereichen Überwachung des Warenverkehrs, Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Kontrolleinheiten, Allgemeine Verwaltung, Zollfahndung, Vollstreckung und Spezialeinheiten fasziniert werden.

Die Ausbildung beim Zoll bietet:

  • eine Ausbildung im Rahmen eines Beamtenverhältnisses
  • die anschließende Übernahme ist die Regel
  • Ausbildungsbezüge während der Ausbildung oder des Studiums
  • einen krisensicheren Arbeitsplatz
  • bundesweite Einsatzmöglichkeiten
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Voraussetzung für eine Ausbildung beim Zoll ist mindestens ein Realschul- oder gleichwertiger Abschluss für die zweijährige Ausbildung im mittleren Zolldienst. Fachhochschulreife oder das Abitur werden für das dreijährige Studium beim Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung in Münster für den gehobenen Zolldienst benötigt. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2018.

Weitere Informationen zu Ausbildung und Einstellung

Als Ansprechpartner steht Ihnen zur Verfügung:

Herr Tenberg
Telefon: 02151 850-215
E-Mail: ausbildung.hza-krefeld­@zoll.bund.de

Beruf und Karriere
www.talent-im-einsatz.de<Externer Link: http://www.talent-im-einsatz.de/>



Quelle : Zoll.de

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