Zoll online – Pressemitteilungen – Inhaberin zu hoher Geldstrafe verurteilt


<www.zoll.de/goto?id=315396>

Singen, 14. August 2018

Finanzkontrolle Schwarzarbeit ermittelte in der Gastronomiebranche

Die Betreiberin eines Gastronomiebetriebs wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft in Konstanz wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 28 Fällen per Strafbefehl zu einer Geldstrafe in Höhe von 34.000 Euro verurteilt. Da die Staatsanwaltschaft die Geldstrafe überdies auf insgesamt 230 Tagessätze festgesetzt hat, gilt die Verurteilte somit auch als vorbestraft.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Singen ermittelten, hat die Firmeninhaberin über zwei Jahr hinweg zahlreiche Arbeitnehmer beschäftigt, ohne diese jedoch ordnungsgemäß bei den Sozialkassen angemeldet zu haben. Teilweise wurden Arbeitnehmer als „kurzfristig Beschäftigte“ angemeldet, obwohl die Arbeitsverhältnisse nicht entsprechend befristet waren. Auch erhielten die Arbeitnehmer zum Teil nicht den vorgeschriebenen Mindestlohn.

Durch diese Vorgehensweisen hat die Verurteilte versucht, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Der Schaden für die Sozialkassen beträgt über 13.000 Euro.

Die Verurteilte hat nun nicht nur die Geldstrafe zu bezahlen, auch die noch ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge werden von ihr nachgefordert.

Der Fall kam durch einen entsprechenden Hinweis der Deutschen Rentenversicherung Bund ans Tageslicht.

Der Strafbefehl ist zwischenzeitlich rechtskräftig.



Quelle : Zoll.de

+++EILMELDUNG+++ Kaminbrand in Wertheim 08.03.2016 – Bildergalerie und Video