Zoll online – Pressemitteilungen – Jahresbilanz 2017 des Hauptzollamts Regensburg


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Regensburg, 20. April 2018

Gesamteinnahmen von circa 2,5 Milliarden Euro

Mit Gesamteinnahmen von über 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2017 trug das Hauptzollamt Regensburg auch einen Teil dazu bei, dass der Zoll als größte Einnahmeverwaltung des Bundes gilt.

Haupteinnahmequellen waren im Jahr 2017 die Einfuhrumsatzsteuer mit circa einer Milliarde Euro und die Verbrauchsteuern mit circa 1,1 Milliarden Euro. Die größten Posten bei den Verbrauchsteuern stellten die Stromsteuer (ca. 700 Millionen Euro) und Energiesteuer (ca. 430 Millionen Euro) dar. Die eingenommene Kraftfahrzeugsteuer schlägt mit etwa 400 Millionen Euro zu Buche.

Bei den vier Zollämtern im Bezirk des Hauptzollamts Regensburg wurden in 2017 circa 50 Millionen Euro an Zöllen erhoben und fast 7,6 Millionen Warensendungen zollrechtlich behandelt (ca. 1,1 Millionen Einfuhr- und ca. 6,5 Millionen Ausfuhrsendungen).

Zigarettenschmuggel

Entgegen dem bundesweiten Trend erhöhten sich die durch die Kontrolleinheiten Verkehrswege des Hauptzollamts Regensburg sichergestellten Mengen an Schmuggelzigaretten und Haschisch.

So konnten 2017 bei zwei spektakulären Aufgriffen circa drei Millionen unversteuerte Zigaretten sichergestellt werden.
„Diese Aufgriffe zeigen einmal mehr, wie raffiniert die Schmuggler vorgehen, aber auch, dass sich die erfahrenen Zöllnerinnen und Zöllner nicht so leicht hinters Licht führen lassen. Gefriertruhen, Schaltschränke, aber auch doppelte Stirnwände oder fahrzeugbedingte Hohlräume nutzten die Schmuggler im vergangen Jahr als Verstecke. Insgesamt wurden circa 4,1 Millionen Schmuggelzigaretten aus dem Verkehr gezogen, fast die vierfache Menge im Vergleich zu 2016“, so die Leiterin des Hauptzollamts Regensburg, Regierungsdirektorin Margit Brandl.

Drogenschmuggel

Weiterhin sieht Frau Brandl in der Bekämpfung des Drogenschmuggels eine äußerst wichtige Aufgabe des Zolls. „Crystal ist immer noch eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, gegen das wir mit all unseren zur Verfügung stehenden Mitteln ankämpfen müssen, vor allem zum Schutz der Jugend.“
So belief sich die im Jahr 2017 durch die Zöllnerinnen und Zöllner aufgegriffene Menge Crystal auf rund vier Kilogramm (etwa die gleiche Menge wie in 2016). Eine deutliche Zunahme ist allerdings bei Haschisch zu erkennen. Hier erhöhte sich die Aufgriffsmenge im Bezirk des Hauptzollamts Regensburg auf etwa 17 Kilogramm (im Vergleich: 2016: ca. ein Kilogramm).

Arzneimittelschmuggel, Marken- und Produktpiraterie

Außerdem beschlagnahmten die Zöllnerinnen und Zöllner circa 20.000 verbotene oder gefälschte Arzneimittel.

Der durch Marken- und Produktpiraterie verursachte wirtschaftliche Schaden belief sich im Jahr 2017 auf rund 300.000 Euro.

Im vergangenen Jahr wurden circa 650 gefälschte Markenartikel, vor allem durch die Beamtinnen und Beamten der vier Zollämter im Hauptzollamtsbezirk, eingezogen. Besonders aber in Hinblick auf die Produktsicherheit ist bei Bestellungen im Internet jedoch Vorsicht geboten. „Der überwiegende Teil der gefälschten Produkte gelangt über den Postweg in die EU. Zum Großteil erfüllen diese Waren aber nicht die erforderlichen Sicherheitsbestimmungen, wie zum Beispiel CE-Kennzeichen bei Elektroartikeln, und können damit schnell zu gesundheitlichen Risiken führen“, so Regierungsdirektorin Brandl.

In diesem Zusammenhang verweist das Hauptzollamt Regensburg auf die App „Zoll und Post“. Diese hilft, die voraussichtlichen Einfuhrabgaben zu berechnen und liefert wichtige Informationen rund um die Einfuhr im internationalen Postverkehr. „Ich empfehle deshalb: Erst informieren, statt später draufzuzahlen“, so die Leiterin des Hauptzollamts Regensburg. Die App „Zoll und Post“ ist kostenlos im Apple App Store und im Google Play Store verfügbar.

Informationen zur App „Zoll und Post“

Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften die Zöllnerinnen und Zöllner im Jahr 2017 rund 5.000 Personen an der Arbeitsstelle und circa 1.400 Arbeitgeber.

Die etwa 1.300 abgeschlossenen Ermittlungsverfahren wegen Straftaten führten zu Geldstrafen in Höhe von circa 750.000 Euro, die Summe der Geldbußen belief sich 2017 auf circa 11 Million Euro. An Freiheitsstrafen wurden insgesamt 38 Jahre erwirkt. Die straf- und bußgeldrechtlich ermittelte Schadenssumme betrug in 2017 im Bezirk des Hauptzollamts Regensburg rund 13,5 Millionen Euro.

Vollstreckungsstelle Hof

Als Besonderheit im Bezirk des Hauptzollamts Regensburg ist die Vollstreckungsstelle in Hof zu nennen. Diese Dienststelle, zuständig für den gesamten nordbayerischen Raum, vollstreckt nicht nur Forderungen der Zollverwaltung, sondern ist zum Beispiel auch im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit und der Rentenversicherung tätig.

So wurden im vergangenen Jahr durch die Vollziehungsbeamten des Hauptzollamts Regensburg Forderungen in Höhe von circa 66 Millionen Euro zwangsvollstreckt.

„Ich muss meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein großes Lob aussprechen. Sie haben auch im vergangenen Jahr wieder hervorragende Arbeit geleistet und ich bin zu Recht stolz auf sie“, so Regierungsdirektorin Margit Brandl.

Zusatzinformation

Die Fläche des Hauptzollamts Regensburg beläuft sich auf circa 13.000 Quadratkilometer.

Neben vier Zollämtern, fünf Kontrolleinheiten Verkehrswege und vier Einheiten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit gehören die Zentrale Belegsammlung in Furth im Wald, die Agrardieselstelle Selb und die Vollstreckungs- und Verwertungsstelle Hof zum Hauptzollamt. Die beiden letztgenannten Dienststellen sind jeweils für den gesamten nordbayerischen Raum zuständig.

Der Einzugsbereich der Kraftfahrzeugsteuer-Festsetzungsstelle erstreckt sich über die Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz sowie über die Landkreise Wunsiedel, Hof, Freising, Dachau und Erding.

Insgesamt verrichten circa 820 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Hauptzollamt Regensburg Dienst.



Quelle : Zoll.de

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