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Hamburg, 20. Februar 2018

Zoll beschlagnahmt 1.081 Gramm Kokain in Reisebus

Rund ein Kilogramm hochreines Kokain konnten Hamburger Zöllner bereits am 7. Februar 2018 im Rahmen eines Sondereinsatzes am Zentralen Omnibusbahnhof Hamburg sicherstellen.

Während des in den Abendstunden stattfindenden Einsatzes wurde unter anderem auch ein aus den Niederlanden kommender Reisebus kontrolliert. Nachdem alle Passagiere aufgefordert wurden, das Fahrzeug mit ihrem Gepäck zu verlassen, konnten die Zollbeamten bei der eingehenden Kontrolle des Busses zwischen zwei Sitzbänken einen herrenlosen Rucksack mit der verbotenen Fracht auffinden. Das weiße, kristalline Pulver wurde zu einem steinharten, ein Kilogramm schweren Block gepresst. Diese „Standardgröße“ und Verpackungsart ist eher aus den Schmuggelversuchen größerer Kokainmengen bekannt.

Gewöhnlich liegt der Reinheitsgehalt derartiger Kokainaufgriffe bei ungefähr 80 bis 90 Prozent. „Würde man dieses hochreine Rauschgift konsumieren, könnte das tödliche Folgen haben“, so Udo Storch, Pressesprecher des Hautzollamts Hamburg-Hafen. Storch weiter: „In der Regel wird das Kokain drei- bis fünfmal für den Straßenverkauf gestreckt. Dabei verwenden die Dealer Substanzen wie Levamisol, Rattengift und andere stimulierende, krebserregende Mittel.“

Das Reisegepäck mit der verbotenen Fracht konnte bislang keinem Passagier zugeordnet werden.

Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Hamburg übernommen.

Zusatzinformation

Das oftmals zum Strecken des Kokains verwendete Mittel Levamisol soll die Wirkung des Kokains verlängern. Es ist ein Mittel gegen Wurmbefall, welches in der Tiermedizin verwendet wird. Nebenwirkungen wie die Veränderung des Blutbildes, Verwirrungszustände, Schüttelfrost und Infektionen im Analbereich können hierbei auftreten.



Quelle : Zoll.de

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