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Lörrach, 11. Juli 2018

36 Unternehmen und 227 Personen kontrolliert

Am 2. Juli 2018 prüften die Zollbeamten der Finanzkontrollen Schwarzarbeit der Hauptzollämter bundesweit das Reinigungsgewerbe.
Auch im Bereich des Hauptzollamts Lörrach wurden an den drei Standorten Lörrach, Freiburg und Offenburg mit insgesamt 59 Bediensteten 36 Unternehmen und 227 Personen kontrolliert.

In 39 Fällen sehen sich die Beamten nun veranlasst, die Beschäftigungsverhältnisse eingehender zu überprüfen: In 21 Fällen ergaben sich Hinweise darauf, dass der Mindestlohn nicht korrekt gezahlt wurde, in zehn weiteren Fällen könnten die Beiträge an die Sozialversicherungsträger nicht in richtiger Höhe abgeführt sein. Davon könnte es sich bei zwei Auftragsverhältnissen um eine Scheinselbstständigkeit handeln. Ein ausländischer Arbeiter konnte im Zeitpunkt der Prüfung die erforderliche Arbeitsgenehmigung nicht vorweisen. In vier Fällen ergaben sich Hinweise darauf, dass Angestellte neben ihrem Lohn auch Leistungen der Sozialkassen beziehen.

„Die Branche ist bundesweit von geringfügiger Beschäftigung geprägt“, so Ulrich Serve vom Hauptzollamt Lörrach, der den großflächigen Einsatz verantwortlich leitete. „Verdachtslose Prüfungen sind nicht nur dazu da, Verstöße von Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufzudecken und Schaden von den Sozialversicherungsträgern abzuwenden, sondern auch, um die gesellschaftliche Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung zu senken und zu einem erhöhten Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung beizutragen.“

Das Prüffeld der Zöllner erstreckt sich unter anderem auf das Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt sowie auf die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Arbeitsbedingungen, besonders in Bezug auf notwendige Arbeitsgenehmigungen oder den Mindestlohn.



Quelle : Zoll.de

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