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Karlsruhe, 15. August 2018

Erneut Fahrzeug-Einfuhrschmuggel aus der Schweiz aufgedeckt

Am Donnerstag, dem 9. August 2018, wurden durch die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Karlsruhe zwei aus der Schweiz kommende Sprinter mit Fahrzeuganhängern im Bereich des Karlsruher Autobahnkreuzes zollrechtlich kontrolliert.

Ein 20-jähriger ukrainischer Fahrer transportierte auf seinem Fahrzeuganhänger zwei gebrauchte Pkws, die in der Schweiz erworben worden waren. Er konnte allerdings für diese keine Verzollungsnachweise vorlegen. Ein weiterer Fahrer, ein 21-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger, transportierte ebenfalls einen in der Schweiz gekauften Pkw auf seinem Anhänger. Zudem fuhr er einen Sprinter mit einer befristeten slowakischen Zulassung, den er ebenfalls in der Schweiz erworben hatte. Auch er konnte keine Zollbelege für die Fahrzeuge vorlegen.

Aufgrund der Sachlage war davon auszugehen, dass beide Fahrer beabsichtigten, die Fahrzeuge in der Europäischen Union abzusetzen und die dabei fälligen Einfuhrabgaben einsparen wollten. Damit bestand der Verdacht des Einfuhrschmuggels und dadurch der Hinterziehung von Einfuhrabgaben. Gegen die Fahrer wurden jeweils Strafverfahren eingeleitet und insgesamt Abgaben in Höhe von 4.790 Euro (Zoll und Einfuhrumsatzsteuer) erhoben. Nach Begleichung der Abgabenschuld konnten beide Personen ihre Reise fortsetzen.

Beide Straftaten stehen in einem Zusammenhang; der Modus Operandi war identisch.

Zusatzinformation

Die Schweiz ist nicht Teil der Europäischen Union und somit Drittland. Waren, die aus einem Drittland in das Bundesgebiet eingeführt werden, sind grundsätzlich beim Zoll anzumelden und gegebenenfalls zu verzollen und zu versteuern. Werden Einfuhrabgaben nicht beglichen, können die Waren, auf die sie sich beziehen, zur Sicherung selbiger sichergestellt werden.



Quelle : Zoll.de

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