Zoll online – Pressemitteilungen – Nur Wasserpfeifentabak und Zigaretten im Reisegepäck


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Hannover, 2. November 2017

Zoll am Flughafen Hannover stellt fast 16.000 Zigaretten und 20 Kilogramm Wasserpfeifentabak sicher

1. November 2017 am Airport Hannover: Zöllner kontrollierten die Reisenden, die mit Flug SN 2633 aus Brüssel um 11:00 Uhr gelandet sind.

Bei der Abfertigung baten die Beamten einen 47-jährigen deutschen Staatsbürger zur Gepäckkontrolle. Auf Befragen meldete der Reisende keine Waren an. Er teilte lediglich mit, dass er seine Reise in Dakar (Senegal) begonnen habe und als Autohändler tätig sei.

Er führte zwei Gepäckstücke mit. Die Koffer waren ausschließlich mit Zigaretten und Wasserpfeifentabak gefüllt. Das Zählen und Verwiegen ergaben 15.760 Zigaretten der Marke Marlboro und 20 Kilogramm Wasserpfeifentabak der Marke Al Fakher.

Gegen den 47-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten Steuerhinterziehung eingeleitet. Die Zigaretten und der Tabak wurden sichergestellt. Der verhinderte Steuerschaden beläuft sich auf rund 3.000 Euro.

Die weitere Sachbearbeitung übernahm die Strafsachenstelle des Hauptzollamts Braunschweig.

Zusatzinformation

Unversteuerter Tabak unterscheidet sich nicht von anderen Schmuggelgütern. Auch Wasserpfeifentabak unterliegt in Deutschland der Tabaksteuer. Der Mindeststeuersatz beträgt 22 Euro pro Kilogramm, je nach Sorte und Kleinverkaufspreis. Als Nachweis der Versteuerung müssen auf den Tabakwaren deutsche Steuerzeichen angebracht sein, ansonsten ist die Einfuhr illegal.

Neben den steuerrechtlichen Aspekten gilt es auch, gesundheitliche Risiken zu beachten. Konsumenten bezeichnen das Shisha-Rauchen als angenehm mild. Ungesund bleibt es dennoch: Laut Weltgesundheitsorganisation inhalieren Wasserpfeifenraucher bei einer Shisha-Sitzung die Rauchmenge von 100 Zigaretten. Illegal gehandelter Tabak beinhaltet zudem bedenkliche Konservierungsstoffe, Aromen oder unhygienische Inhaltsstoffe, deren Wirkungen auf den Raucher noch unbekannt sind.

Zusätzlich weist der Wasserpfeifentabak aus den Ursprungsländern Nordafrikas eine sehr hohe Feuchtigkeit auf. Der aromatische Tabakrauch wirkt dadurch kälter und kann tiefer inhaliert werden. Erreicht wird diese Feuchtigkeit oftmals durch die Zugabe von Glycerin oder Zuckermelasse. Verbrennen diese Zugaben, erzeugen sie gesundheitsschädliche Substanzen, die direkt durch den Wasserpfeifenraucher inhaliert werden.



Quelle : Zoll.de

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