Zoll online – Pressemitteilungen – Röntgenanlage des Zolls deckt Zigarettenschmuggel auf


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Kiel, 4. Juli 2018

450.000 Zigaretten in präparierten Hohlraum eines Lkws versteckt

Im Kampf gegen den organisierten Zigarettenschmuggel ist den Zollbeamten des Hauptzollamts Kiel dank modernster Technik ein empfindlicher Schlag gelungen. Mehr als 450.000 Zigaretten fanden die Beamten bereits am 24. Juni 2018 am Kieler Ostuferhafen, versteckt in einem präparierten Hohlraum eines Lkws.

Der lettische Lkw war mit dem Fährschiff von Lettland eingereist und wurde anschließend durch die Vollmobile Röntgenanlage des Zolls geröntgt. Bei der Auswertung der Bilder bestand der Verdacht, dass sich an der Unterseite des Trailers ein Hohlraum befinden könnte.

Dieser Verdacht bestätigte sich, nachdem die Zöllner im Bereich der hinteren Achse ein Loch gebohrt hatten. Beim Herausziehen des Bohrers rieselten den Beamten bereits Tabak und Zigarettenfilter entgegen. Daraufhin wurden die Bodenplatten entfernt und es kamen insgesamt 459.180 Zigaretten mit weißrussischen Steuerzeichen zum Vorschein.

Das ist bereits der dritte Aufgriff in ähnlicher Größenordnung in diesem Jahr. Das Hauptzollamt Kiel wird weiterhin die Seehäfen im Blick behalten und die Kontrollen unvermindert fortführen, so der Pressesprecher Claus-Peter Minkwitz.

Zusatzinformation

Die Vollmobile Röntgenanlage (VMR) ist ein hochmodernes und flexibles Einsatzmittel, das der Zoll zur Schmuggelbekämpfung – insbesondere in den Bereichen Zigaretten, Waffen und Betäubungsmittel – einsetzt.

Der Zoll verfügt derzeit über drei VMR, die im gesamten Bundesgebiet im Einsatz sind. Die VMR scannt den stehenden Lkw ab und die Zöllnerinnen und Zöllner – speziell geschulte Bildauswerter – erkennen Unregelmäßigkeiten sekundenschnell. Ob im Container oder unter der Plane, flüssig, fest oder gasförmig, Schütt- oder Hängeware, der VMR bleibt kein Schmuggelversteck verborgen. Abgeladen werden muss nur dann, wenn tatsächliche Anhaltspunkte auf Verstöße bestehen.

Die VMR ist in weniger als 30 Minuten an einem Kontrollort betriebsbereit. Ein Bedienteam von vier Beschäftigten ist bei den Kontrollen für den Betrieb der Anlage verantwortlich. Es setzt sich zusammen aus Fahrer, Einweiser, Bildauswerter und Strahlenschutzbeauftragtem.
Mit Standort Lübeck deckt die VMR flexibel alle relevanten Schmuggelrouten, die durch Norddeutschland führen einschließlich der Seehäfen, ab.



Quelle : Zoll.de

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